Erweiterte Funktionen

Europas Fondsbranche knackt Zehn-Billionen-Euro-Marke - Fondsnews


01.08.17 10:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das von Asset Managern in Europa betreute Fondsvolumen hat zur Jahreshälfte 10 Billionen Euro erreicht, so die Experten von "FONDS professionell".

Das gehe aus einer Auswertung hervor, die das Analysehaus Thomson Reuters Lipper am Montag veröffentlicht habe. "Die erste Jahreshälfte hat den Weg freigemacht für ein neues Rekordjahr der europäischen Fondsindustrie", schreibe Detlef Glow, Research-Chef des Datenanbieters in der EMEA-Region.

Die Summe von 10 Billionen Euro sei dennoch kein Rekordwert - vor einigen Monaten habe das verwaltete Vermögen noch etwas darüber gelegen. Dennoch: Einen höheren Jahresend- oder Halbjahresstand habe es in der Branche noch nie gegeben.

Zur Steigerung von 9,4 auf 10,0 Billionen Euro in den ersten sechs Monaten des Jahres hätten Mittelzuflüsse mit 362,5 Milliarden Euro beigetragen. Dazu seien Kursgewinne von 282,7 Milliarden Euro gekommen. Börsengehandelte Indexfonds hätten ihren Teil zum Erfolg beigetragen: Die in ETFs investierte Summe sei im ersten Halbjahr europaweit von 514,4 auf 577,8 Milliarden Euro gestiegen, so Glow.

Der Großteil der Assets liege in Aktienfonds - sie stünden für 39 Prozent des europäischen Marktes. Rentenfonds würden 27 Prozent des Vermögens auf sich vereinen, Mischfonds kämen auf 17 Prozent. Auf Geldmarktprodukte seien Ende Juni immerhin 13 Prozent des Volumens entfallen, während Immobilienfonds nur zwei Prozent ausmachen würden.

Der größte Anbieter sei mit Abstand BlackRock: Der US-Gigant habe zur Jahresmitte europaweit 691,7 Milliarden Euro in Fonds verwaltet, darunter auch die ETFs der Marke iShares. Amundi folge mit 368,5 Milliarden Euro, J.P. Morgan Asset Management mit 307,0 Milliarden Euro.

BlackRock sei mit Blick auf die Mittelzuflüsse auch der erfolgreichste Anbieter des ersten Halbjahres gewesen. Den Fonds des Anbieters hätten Anleger von Anfang Januar bis Ende Juni 43,8 Milliarden Euro anvertraut, gefolgt von PIMCO mit 27,6 Milliarden und Amundi mit 11,6 Milliarden Euro. Seit Jahresbeginn seien Thomson Reuters Lipper zufolge europaweit 54 Fonds mehr aufgelegt worden als geschlossen. (News vom 31.07.2017) (01.08.2017/fc/n/s)