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Europas Fondsanleger agieren zurückhaltender - Fondsnews


11.06.18 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Unter den europäischen Anlegern herrscht mehr Zurückhaltung als im Vorjahr, so die Experten von "FONDS professionell".

Das würden zumindest die aktuellen Zahlen der europäischen Fonds und Asset Manager-Vereinigung (EFAMA) nahe legen. Bei den europäischen UCITS habe es im ersten Quartal 2018 Nettozuflüsse von 171 Milliarden Euro gegeben. Das sei zwar etwas besser als im vierten Quartal 2017, wo es 170 Milliarden gewesen seien. Aber das Q4 sei das schwächste Quartal 2017 gewesen: Das vergangene Jahr habe mit 204 Milliarden an Nettozuflüssen deutlich stärker begonnen als 2018.

Auch bei den AIFs sei die Stimmung durchwachsen: Im ersten Quartal 2018 seien europaweit 51 Milliarden investiert worden. Das sei einerseits eine deutliche Steigerung zum vierten Quartal, wo netto nur 19 Milliarden hereingespült worden seien. Andererseits lägen aber auch hier die Zuflüsse deutlich unter jenen des ersten Quartals 2017, wo netto noch 63 Milliarden Euro unter dem Strich gestanden hätten.

Damit bedürfe es einiger Anstrengung, um die guten Vorjahresergebnisse einzustellen. 2017 dürfte es zu einer Verdoppelung der Zuflüsse gekommen sein. Die endgültigen Zahlen habe die EFAMA noch nicht veröffentlicht.

Schuld an den schwächeren Zahlen sei eindeutig das Anleihensegment. Unter den Anleihen-UCITS habe es im ersten Quartal 2018 Nettozuflüsse im Ausmaß von 27 Milliarden Euro gegeben, nach 75 Milliarden Euro im letzten Quartal 2017.

Die großen Verkaufsschlager unter den UCITS seien erneut die Aktienfonds. Von 56 Milliarden Euro im vierten Quartal seien die Nettozuflüsse auf 85 Milliarden Euro gestiegen. Der Multiasset-Trend sei ungebrochen, hier hätten die Zuflüsse von 54 auf 58 Milliarden Euro zugelegt. Die schwächelnden Geldmarktfonds hätten Abflüsse von zwei Milliarden Euro statt davor drei gehabt. (11.06.2018/fc/n/s)