Erster offener Immobilienfonds neuer Generation wird rückabgewickelt - Fondsnews


08.10.20 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Credit Suisse Asset Management Immobilien Kapitalanlagegesellschaft (CSAM), die das Vermögen des offenen Immobilienfonds Credit Suisse Immotrend Europa verwaltet, teilt dessen Anlegern mit, dass sie die Verwaltung des Sondervermögens zum 31. März 2021 kündigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Dann werde es auf die Verwahrstelle, die BNP Paribas, übergehen, die den Fonds abwickeln werde.

Die CSAM sei die nach dem Kapitalanlagegesetzbuch vorgeschriebene Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) für das Vermögen des Immotrend Europa. Eine KVG sei das aufsichtsrechtlich vorgeschriebene Organ, Alternative Investmentfonds begeben zu dürfen. Mit der Kündigung des Verwaltungsmandats erkläre CSAM die "endgültige Einstellung der Ausgabe und die unbefristete Aussetzung der Rücknahme von Anteilen", wie es in der Mitteilung an die Anteilseigner heiße.

Zu den Hintergründen teile die Credit Suisse lediglich mit, dass sie sich über ihren Immobilienbereich Global Real Estate, der ebenfalls unter der CSAM firmiere, künftig allein auf das Investment- und Asset-Management von Immobilien konzentrieren wolle.

"Eine investmentrechtliche Erlaubnis, die man für das Betreiben einer Kapitalverwaltungsgesellschaft braucht", teile das Unternehmen auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit, "wird für die Tätigkeiten von reinem Immobilien Asset Management nicht benötigt." Deshalb plane CSAM, die KVG-Lizenz zurückzugegeben.

Die Rückgabe der KVG-Lizenz und die Abwicklung des Immotrend Europa erfolge "in Einklang mit der Gesamtstrategie von Credit Suisse Asset Management", erkläre das Unternehmen. Vor dem Hintergrund, dass der offene Immobilienpublikumsfonds erst im Mai vergangenen Jahres aufgelegt worden sei, entstehe jedoch der Eindruck, dass die Emission und Rückabwicklung dieses Sondervermögens eher taktischen denn strategischen Überlegungen geschuldet sei.

Das Fondsvolumen halte sich allerdings in Grenzen. Insgesamt belaufe es sich auf rund 32,5 Millionen Euro, wovon jedoch lediglich rund 360.000 Euro der Retailtranche zuzurechnen seien. Im Portfolio befinde sich eine gemischt genutzte Immobilie in Erfurt und eine Hotel-Projektentwicklung in Aachen. Das Hotelprojekt sei zwar angekauft worden, der Übergang des Objekts in den Fonds sei jedoch zum Zeitpunkt des Halbjahresberichts am 30. Juni dieses Jahres noch nicht vollzogen gewesen. (08.10.2020/fc/n/s)





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