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Einstiges Sorgenkind mutiert zum Gewinntreiber der Allianz - Fondsnews


04.08.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Allianz-Fondstochter Pimco ist nach langer Krise wieder auf dem Weg der Besserung, so die Experten von "FONDS professionell".

Im zweiten Quartal habe der Anleihemanager von Anlegern 52 Mrd. Euro eingesammelt. Dies habe der Versicherungskonzern bei Vorlage der Halbjahreszahlen mitgeteilt. Auch andernorts laufe das Asset-Management-Geschäft zufriedenstellend: Die Fondssparte Allianz Global Investors (Allianz GI) habe in den drei Monaten bis Ende Juni drei Mrd. Euro eingesammelt. Zusammengenommen seien das die höchsten Nettomittelaufkommen von Dritten in einem Quartal in der Konzerngeschichte.

Die Zuflüsse der Anleger hätten auch den Umsatz der Sparte befeuert, der gegenüber dem Vorjahr um acht Prozent auf 1,56 Mrd. Euro geklettert sei. Der operative Gewinn im Asset Management habe gar um 17 Prozent auf 584 Mio. Euro zugelegt. Der Gewinnschub gehe dabei allein auf das Konto von Pimco. Der Überschuss von Allianz GI sei hingegen leicht gesunken. "Pimco hat sich wieder zu einem starken Antrieb der Ergebnisse der Allianz-Gruppe entwickelt", habe Finanzchef Dieter Wemmer gesagt.

Pimo habe seit dem Jahr 2013 unter empfindlichen Mittelabflüssen gelitten. Damals habe der von Starmanager Bill Gross verwaltete Total Return Fund eine Performanceschwäche gehabt und empfindliche Mittelabflüsse erlitten. Nach Querelen sei Co-Gründers Goss abgetreten. Doch das Haus habe einige Zeit gebraucht, zur Ruhe zu kommen. Im dritten und im vierten Quartal 2016 habe die neue Führungsmannschaft erstmals Erfolge vorweisen können. Nunmehr scheine die Schwäche demnach nachhaltig überwunden zu sein.

Auch sonst laufe es rund bei dem Münchner Versicherer. Für den Gesamtkonzern habe die Allianz Ende Juli vorläufige Zahlen und dabei einen Gewinnsprung im zweiten Quartal gemeldet. Der operative Gewinn solle mit 11,3 Mrd. Euro das obere Ende der zuvor genannten Spanne erreichen, habe Vorstandschef Oliver Bäte nun bekräftigt.

Die Allianz habe zudem die Übernahme der Sachversicherungs-Sparte der britischen LV= bestätigt. Der Münchener Versicherungsriese übernehme für 500 Mio. Pfund zunächst 49 Prozent an einem Gemeinschaftsunternehmen, in das die britische Liverpool Victoria Friendly Society (LV=) ihre Schaden- und Unfallsparte einbringe. In einem zweiten Schritt übernehme sie bis 2019 für 213 Mio. Pfund weitere 20,9 Prozent und damit die Mehrheit. Die Lebensversicherungs-Sparte führe LV= weiter allein. (04.08.2017/fc/n/s)