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EU-Aufseher nehmen Fondsgebühren unter die Lupe - Fondsnews


08.01.21 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die europäische Finanzaufsicht ESMA startet eine großangelegte Untersuchung der Kosten und Gebühren von UCITS-Fonds in der Europäischen Union, so die Experten von "FONDS professionell".

Dies teile die Behörde mit. Demnach wollten die europäischen Aufseher zusammen mit den nationalen Behörden abklopfen, ob sich die Fondsanbieter an die Richtlinien halten oder ihren Kunden unbotmäßige Gebühren in Rechnung stellen würden. Damit solle letztendlich der Anlegerschutz in der EU verbessert werden.

Die Untersuchung solle sich auf Richtlinien stützen, welche die ESMA im Sommer 2020 herausgegeben habe. Diese sollten den nationalen Behörden des Kontinents als Leitfaden dienen, um "unangemessene" Kostenbelastungen der Fondsanleger einzudämmen. Mit den Richtlinien hätten die europäischen Aufseher dafür sorgen wollen, dass die nationalen Behörden europaweit einheitlicher bei den Fondskosten hinschauen würden.

Die europaweite Untersuchung solle über das Jahr 2021 laufen. Dabei würden die nationalen Aufseher ihre Ergebnisse und Erkenntnisse bei der ESMA sammeln. Somit solle sichergestellt werden, dass die Gebühren und Kosten von Investmentfonds über den gesamten Kontinent hinweg nach einheitlichen Maßstäben geprüft würden, heiße es in der Mitteilung weiter. Dieses geschlossene Vorgehen solle verhindern, dass Anbieter vorzugsweise an jenen Standorten Fonds auflegen würden, die einen laxen Umgang in puncto Gebühren pflegen würden. Eine einheitliche Kontrollpraxis stärke zudem das Vertrauen der Verbraucher in die Finanzmärkte, so die ESMA. (News vom 07.01.2021) (08.01.2021/fc/n/s)