Dieser VV-Fondsmix soll die Zinswende meistern - Fondsnews


07.06.18 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Feld vermögensverwaltender Fonds (VV-Fonds) hat Jürgen Dumschat genau im Blick, so die Experten von "FONDS professionell".

Immerhin leite der umtriebige Manager nicht nur den Maklerpool Aecon Fondsmarketing, sondern er ziehe auch mit der Hidden-Champions-Tour durch das Land. Hierbei würden sich noch kleine, weniger bekannte VV-Manager dem Fachpublikum präsentieren. Zudem habe er den Interessenverbund Vermögensverwaltender Investment-Fonds (IVIF) mitinitiiert, der am Vorabend des FONDS professionell KONGRESS in Mannheim Fondsmanagergespräche veranstalte.

Bei der Beobachtung des Mischfonds-Felds sei Dumschat auf einen Fakt gestoßen, der ihn aufgeschreckt habe. Anleger würden ihr Geld vorwiegend in Portfolios stecken, die sich weitgehend im Gleichlauf mit den Märkten bewegen würden. Selbst die Kombination aus Produkten unterschiedlicher Ausrichtung, etwa eines ausgewogenen Fonds mit einem flexiblen Vertreter, entkoppele ein Depot noch lange nicht von der Marktentwicklung. Die Folge könnten deutliche Verluste in Krisenzeiten sein.

Ein Grund für die schwierige Lage: Aktien- und Anleihenmärkte hätten sich die vergangenen Jahre über weitgehend im Gleichlauf bewegt. Der klassische Mix aus Dividendentiteln und Rentenpapieren beschere kein breit gestreutes, krisenfestes Portfolio mehr. Daher sei der Experte zu dem Schluss gekommen: Eine echte Diversifikation eröffne nur ein Investment, dass von der Börsenentwicklung unabhängige, alternative Strategien umfasse und insbesondere in Crash-Zeiten Verluste für das gesamte Depot vermeide. Dazu würden etwa Long-Short- oder Arbitrage-Strategien sowie Ansätze zählen, die systematisch Prämien einsammeln wollten, etwa bei Wechselkursen von Währungen.

Von dieser Basis aus habe der Branchenkenner ein ausgeklügeltes Verfahren entwickelt. Damit filtere er Fonds heraus und kombiniere diese so, dass sie sich in unterschiedlichen Abschnitten des Marktes ergänzen und das Gesamtdepot stabilisieren würden. Dazu teile Dumschat die Entwicklung von Fonds jeweils in drei Phasen ein: Die Verlust-, die Aufhol- und die Mehrwertphase. Je seltener die Portfolios in den gleichen Phasen stecken würden, desto besser würden sie zueinander harmonieren - und das Gesamtportfolio umso robuster für jede Wetterlage rüsten.

Dieses Konzept setze Dumschat in dem Dachfonds Mehrwertphasen Balance (ISIN DE000A2ADXC6 / WKN A2ADXC) um. Der Manager ordne sich selbst in das Feld defensiver Mischfonds ein, die Ratingagenturen würden das Portfolio aus formalen Gründen aber meist in der flexiblen Gruppe führen.

Jürgen Dumschat kombiniere bei seiner Mehrwertphasen-Strategie mehrere vermögensverwaltende Fonds. Deren geschickte Kombination solle ein in nahezu allen Marktlagen weitgehend stabiles Portfolio schaffen.

Als Grundlage fürs Portfolio greife Dumschat auch auf klassische Mischfonds zurück: Einer davon sei der DJE Zins & Dividende.

Ansätze, die weltweite Konjunktur-Trends im Blick hätten, gebe es im Publikumsbereich viele. Dumschat setze aber nicht unbedingt auf die großen Vertreter, etwa von amerikanischen Großbanken, sondern auf das Ehepaar Marion und Manfred Gridl mit ihrem Gridl Global Macro (ISIN DE000A2ATAU2 / WKN A2ATAU).

Auch Long-Short-Fonds seien aus der Hedgefonds-Ecke in das Publikumsfeld hinüber gewandert. Einer der Vertreter sei der von Ufuk Boydak und Christoph Bruns gesteuerte Loys Global L/S.

Eine weitere Kategorie wolle sich die Schwankungen an den Märkten zunutze machen und daraus regelmäßig Erträge generieren. Auf diese Volatilitätsoptionsprämien setze der Berenberg Dymacs Volatility Premium (ISIN DE000A0YKM65 / WKN A0YKM6).

Auf der Währungsseite habe Dumschat schließlich den Emcore Cop gewählt. Daneben setze er auch auf Merger Arbitrage und weitere alternative Konzepte. (07.06.2018/fc/n/s)





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DE000A2ADXC6 A2ADXC 106,24 € 102,70 €
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