Diese Fondsboutiquen haben 2020 das meiste Geld eingesammelt - Fondsnews


03.11.20 13:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie aus einer Auswertung des Beratungshauses Pro Boutiquenfonds hervorgeht, können kleinere, unabhängige Asset Manager bislang zufrieden auf das Geschäftsjahr 2020 zurückblicken - trotz Corona, so die Experten von "FONDS professionell".

Unabhängige Asset Manager aus Deutschland hätten sich im bisherigen Jahresverlauf gut geschlagen - wenn man auf die Mittelzuflüsse schaue. Nach Angaben des im Sommer 2019 gegründeten Frankfurter Beratungshauses Pro Boutiquenfonds (PBF) hätten die Mittelzuflüsse in die knapp 1.000 Portfolios, die von PBF als "Boutiquenfonds" kategorisiert würden, rund 8,3 Milliarden Euro betragen. Davon seien auf das dritte Quartal alleine 3,9 Milliarden Euro an Neugeldern entfallen, wie aus einer Pressemitteilung hervorgehe. Insgesamt würden diese Produkte rund 121 Milliarden Euro verwalten. Allerdings sei die Statistik von PBF leicht verzerrt. Die Gesellschaft rechne nämlich auch Flossbach von Storch (FvS) zu diesen kleineren Anbietern - auch wenn die Kölner mit Blick auf das verwaltete Vermögen längst in einer anderen Liga spielen würden.

Das Beratungshaus habe auch eine Aufstellung der unabhängigen Asset Manager erstellt, die in den ersten neun Monaten die höchsten Mittelzuflüsse verzeichnet hätten.

Welche Fondsboutique habe seit Jahresbeginn von Anlegern das meiste Geld eingesammelt?

Aramea Asset Management
Mit Mittelzuflüssen in Höhe von 200,6 Millionen Euro seit Januar lande Aramea Asset Management auf Platz 10. Der in Hamburg ansässige Vermögensverwalter manage 13 Portfolios.

Eyb & Wallwitz
Die Gesellschaft um Mitgründer und Geschäftsführer Georg von Wallwitz sei für ihre Phaidros-Fonds bekannt. Der Mischfonds Phaidros Balance sei rund 1,2 Milliarden Euro schwer. Laut Pro Boutiquenfonds (PBF) hätten die Münchener zwischen Januar und Ende September 210,4 Millionen Euro eingesammelt.

DJE Kapital
Der Gesellschaft von Jens Ehrhardt und seinem Sohn Jan Ehrhardt hätten Anleger in den ersten drei Quartalen laut PBF unterm Strich 248,3 Millionen Euro neu anvertraut. Der von Jan Ehrhardt gemangte DJE Zins & Dividenden gehöre mit einem Volumen von knapp über zwei Milliarden Euro auch zu den zehn größten Boutiquenfonds.

Ökoworld Lux
Der auf nachhaltige Portfolios spezialisierte Vermögensverwalter habe in den ersten neun Monaten netto 296,5 Millionen Euro eingesammelt. Die Gesellschaft verwalte fünf Portfolios. Das größte sei mit einem Volumen von rund 1,47 Milliarden Euro der Ökoworld Ökovision Classic.

Antecedo Asset Management
Die in Bad Homburg ansässige Fondsboutique habe laut PBF von Anlegern 307,1 Millionen Euro an frischem Geld erhalten. Der Löwenanteil sei mit 292,5 Millionen Euro auf den Antecedo Defensive Growth entfallen, der eine Optionsstrategie verfolge.

Xaia Investment
Dem Münchener Vermögensverwalter und Kreditspezialisten um die beiden Geschäftsführer Ulrich von Altenstadt und Jochen Felsenheimer seien netto 332,5 Millionen Euro neu zugeflossen. Allein der Anleihenfonds Xaia Credit Basis II habe knapp 331 Millionen Euro eingesammelt.

Gané
Die beiden Fondsmanager Uwe Rathausky und Henrik Muhle hätten mit ihrem einzigen Fonds, dem rund 4,4 Milliarden Euro schweren Mischfonds Acatis Gané Value Event, 339,7 Millionen Euro einsammeln können. Das bedeute Platz vier in diesem Ranking.

Finanzethos Fonds
Noch besser habe die Finanzethos Fonds aus Reilingen abgeschnitten, die Gesellschaft von Börsenprofi Dirk Müller. Der von ihr gemanagte Dirk Müller Premium Aktien-Fonds habe 447,5 Millionen Euro an Netto-Mittelzuflüssen erhalten.

Feri Trust
Der in Bad Homburg ansässigen Gesellschaft hätten Anleger laut PBF 500,7 Millionen Euro neu anvertraut. Ein Feri-Fonds habe es auch in die Top Ten der größten Boutiquenfonds geschafft: Der 1,5 Milliarden Euro schwere Optoflex, der eine Volatilitätsstrategie verfolge.

Flossbach von Storch
Auch wenn der Kölner Asset Manager angesichts insgesamt verwalteter Kundenvermögen von rund 56 Milliarden Euro dem Boutiquenstatus nüchtern betrachtet längst entwachsen sei: Die Analysten von PBF würden das Unternehmen weiterhin dazu zählen. Daher stehe FvS auch mit Abstand an der Spitze dieses Rankings mit Nettomittelzuflüssen von alleine 7,8 Milliarden Euro. (03.11.2020/fc/n/s)






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