Die Deutsche AM heißt wieder DWS: Ein Scherz? - Fondsnews


05.12.17 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - "FONDS professionell"-Chefredakteur Bernd Mikosch äußert sich zu dem neuerlichen Rebranding der Deutsche-Bank-Fondstochter.

Kurzes Quiz: Wie heiße die Fondssparte der Deutschen Bank?
A) DWS,
B) Deutsche Asset & Wealth Management oder
C) Deutsche Asset Management?

Antwort A sei früher lange Zeit richtig gewesen, B sei mal für einige Monate korrekt gewesen. C sei korrekt, zumindest heute. Bald aber nicht mehr, dann treffe wieder A zu. Man finde das verwirrend? Das sei verständlich.

Zur Erinnerung: Die Deutsche Bank habe sich 2012 entschlossen, mit ihrer Fondssparte groß hinaus zu wollen. Das angeblich verstaubte "DWS" habe nicht so recht zum globalen Auftritt passen wollen. Das Wort "Deutsche" dagegen habe international einen guten Ruf gehabt, also habe man sich von der etablierten Marke verabschiedet. Nur im Geschäft mit Privatanlegern im Heimatmarkt seien die drei bekannten Buchstaben noch zum Einsatz gekommen. Einige Fonds, etwa der DWS Deutschland oder der DWS Top Dividende, hätten das Kürzel im Namen daher behalten dürfen. Andere auch international vertriebene Flaggschiffprodukte seien umbenannt worden, deshalb heiße der DWS Concept Kaldemorgen längst Deutsche Concept Kaldemorgen.

Und nun lasse sich Deutsche-AM-Chef Nicolas Moreau plötzlich wie folgt zitieren: "Unsere neue globale Marke DWS baut auf unseren über 60 Jahre zurückreichenden Wurzeln im deutschen Markt auf, und einem Namen, der in unserer Branche weltweit Anklang findet." Inzwischen finde die Marke DWS, die noch vor wenigen Jahren als zu provinziell gegolten habe, also offensichtlich internationales Renommee. Erstaunlich. Vielleicht liege das auch daran, dass die Marke "Deutsche" in der Zwischenzeit sehr gelitten habe, den Querelen beim Mutterhaus sei Dank.

Man könnte das erneute Rebranding für einen schlechten Scherz halten. Doch es nicht der 1. April, sondern ein Tag vor Nikolaus. Für die Frankfurter Kernmannschaft jedenfalls dürfte das Bekenntnis zur alten Marke ein Geschenk sein. Die DWS sei früher mal eine stolze, quasi selbstständige Einheit gewesen. "Echten" DWSlern habe der Abstand zur Deutschen Bank nie groß genug sein können. Mit dem Börsengang komme - so ihre Hoffnung - ein Stück dieser Unabhängigkeit zurück. Mögen die drei Buchstaben dabei helfen, so die Experten von "FONDS professionell". Und möge die Führung von weiteren Umbenennungen Abstand halten - und dann nicht nur für zwei oder drei Jahre. (05.12.2017/fc/n/s)





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