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Deka steuert auf Absatzrekord bei Privatkunden zu - Fondsnews


17.11.21 14:27
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die DekaBank hat in den ersten neun Monaten des Jahres das höchste Neugeschäft im Privatkundenbereich erzielt, seitdem das Institut begonnen hat, entsprechende Zahlen separat auszuweisen, so die Experten von "FONDS professionell".

Der zentrale Wertpapierdienstleister der deutschen Sparkassen habe im bisherigen Jahresverlauf 2021 unter dem Strich Fondsanteile und Zertifikate im Wert von 18,1 Milliarden Euro an Sparkassenkunden verkauft. Das seien 90 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, habe das Institut mitgeteilt.

Die Privatkunden hätten vor allem Fonds gekauft, und zwar im Volumen von 12,8 Milliarden Euro. Ein Viertel sei in Nachhaltigkeitsfonds. 5,3 Milliarden Euro des Nettoabsatzes entfielen auf Zertifikate geflossen. Auch bei den Sparplänen habe das Institut eine anhaltende Nachfrage verzeichnet. In den ersten drei Quartalen hätten Sparkassenkunden unter dem Strich rund 830.000 neue Sparpläne abgeschlossen, 50 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Den Gesamtbestand an Sparplänen beziffere das Haus auf mittlerweile 6,6 Millionen Verträge.

Der Gesamtabsatz habe sich trotz der Rekordzahlen im Privatbereich nur auf 23,4 Milliarden Euro belaufen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum seien es noch 25,9 Milliarden Euro gewesen. Grund hierfür seien deutlich niedrigere Nettomittelzuflüsse im institutionellen Geschäft gewesen, was die Deka auf einen Einmaleffekt zurückführe: Bereits im zweiten Quartal sei der Mittelabzug durch ein einzelnes, aber milliardenschweres Mandat verbucht worden. Dementsprechend habe die Deka bei Profianlegern nur ein Neugeschäft in Höhe von 5,2 Milliarden Euro erreicht. In den ersten neun Monaten des Vorjahres seien es noch 16,2 Milliarden Euro gewesen.

Das insgesamt verwaltete Vermögen des zentralen Fondsanbieters des öffentlich-rechtlichen Bankensektors sei um 38 Milliarden auf 378 Milliarden Euro geklettert. Neben der guten Marktlage und der hohen Vertriebsleistung habe hier auch der Kauf des österreichischen Asset Managers IQAM Invest hineingespielt, der ein Volumen von sieben Milliarden Euro eingebracht habe.

Dank des Mittelaufkommens habe das Provisionsergebnis mit 1,17 Milliarden Euro gut 25 Prozent über dem Vorjahr gelegen. Das Zinsergebnis sei hingegen um 13 Prozent auf 114 Millionen Euro gesunken. Zudem habe das Haus die Risikovorsorge reduziert. Das so genannte wirtschaftliche Ergebnis beziffere die Bank auf 625 Millionen Euro. Im von der Pandemie geprägten Vorjahr seien es nur 222 Millionen Euro gewesen. Selbst im Vor-Corona-Jahr 2019 habe die Deka in den ersten drei Quartalen aber nur ein Ergebnis von 385 Millionen Euro erzielt.

"Unser wirtschaftliches Ergebnis ist sehr zufriedenstellend", kommentiere Vorstandschef Georg Stocker die Zahlen. "Die Wachstumsdynamik im Wertpapiergeschäft hält an, und wir haben unsere Risiken im Griff." Damit liefere die Deka ihren Anteilseignern einen konstant positiven Wertbeitrag. "Wir sind in der Lage, aus einer Position der Stärke weiter in die wichtigen Zukunftsthemen wie Digitalisierung zu investieren." (News vom 16.11.2021) (17.11.2021/fc/n/s)