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Dachfondsanbieter: Die Gewinner und Verlierer der Finanzkrise - Fondsnews


10.04.19 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach sechs Jahren des stetigen Wachstums mussten die österreichischen Dachfondslenker im turbulenten Börsenjahr 2018 Teile des verwalteten Volumens abgeben, so die Experten von "FONDS professionell".

"FONDS professionell" zeige, wie sich das Volumen der fünf größten Gewinner und Verlierer entwickelt habe.

Hinter der Fondsbranche liege ein bewegtes Jahr, und das sei auch an den österreichischen Dachfondslenkern nicht spurlos vorübergegangen. In Summe seien innerhalb der von "FONDS professionell" halbjährlich erstellten Dachfondsstudie per 28. Dezember 2018 im Sechs-Monats-Vergleich 1,54 Milliarden Euro aus dieser Fondsgruppe abgeflossen. Damit sei auch die 2017 erreichte Rekordmarke von mehr 40 Milliarden Euro vorerst Geschichte. Zur Erinnerung: Im Spitzenjahr 2017 habe das österreichische Dachfondsvermögen endlich wieder jenes Niveau erreicht, das der Markt vor dem Lehman-Kollaps auf die Waage gebracht habe.

Trotz der 2018er Turbulenzen hätten es aber einige Anbieter geschafft, ihre Assets über jener der Vorkrisenzeit zu halten - andere würden hingegen weiterhin zurück zu alter Größe kämpfen. "FONDS professionell" sei der spannenden Frage nachgegangen, wie sich das Volumen der Dachfondslenker seit Ausbruch der Finanzkrise entwickelt habe.

Während einige Dachfondsanbieter trotz dem turbulenten Börsenjahr 2018 wieder zurück zu alten Höhen gefunden hätten, hätten andere noch längst nicht ihr Vorkrisen-Niveau erreicht. Die Volumens-Entwicklung der jeweils fünf größten Verlierer und Gewinner sei wie folgt:

Raiffeisen KAG
Die Raiffeisen KAG habe Ende 2007 noch knapp 9,49 Milliarden Euro zum Dachfondsvolumen beigetragen. Um zu alter Größe zurückzukehren, würden der Gesellschaft damit noch knapp vier Milliarden Euro fehlen. Aktuell habe die Vermögensverwaltungsgesellschaft des Raiffeisensektors ein Volumen von 5,49 Milliarden Euro gemeldet.

Allianz Investment
Auch die Allianz Investment habe ihr Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Hier sei das Volumen von 2,20 auf aktuell eine Milliarde Euro gesunken. 1,19 Milliarden Euro würden also noch fehlen, um zu alten Höhen zurückzukehren.

Amundi Austria
Ähnlich sehe es auch bei der ehemaligen Pioneer Investments Austria, heute Amundi Austria aus: Habe das Dachfondsvolumen vor der Lehman-Pleite noch 8,04 Milliarden Euro betragen, seien es derzeit "nur" noch 6,94 Milliarden Euro, also um 1,10 Milliarden Euro weniger als Ende 2007.

Masterinvest
Die Masterinvest bringe derzeit um 473 Millionen Euro weniger auf die Waage als Ende 2007. Die Wiener Kapitalanlagegesellschaft habe per 28. Dezember 2018 ein Dachfondsvolumen von 384 Millionen Euro gemeldet. Vor dem Lehman-Kollaps seien es noch 857 Millionen Euro gewesen.

Julius Meinl
Ein Dachfondsvolumen von 147 Millionen Euro habe Julius Meinl der Redaktion Ende 2007 gemeldet. Derzeit seien es 21 Millionen Euro, die die Gesellschaft in Dachfonds verwalte.

Erste Asset Management
Einzig die Erste Asset Management habe unter den drei größten Dachfondsanbietern (Erste AM, Raiffeisen KAG, Amundi Austria) ihren historischen Höchstwert bereits übertroffen. Mit 8,45 Milliarden Euro habe sich das verwaltete Vermögen seit 2007 um 840 Millionen Euro gesteigert.

Spängler IQAM Invest
Zu den stärksten Gewinnern zähle auch Spängler IQAM Invest. Hier habe das Dachfondsvolumen um 850 Millionen Euro auf derzeit 2,01 Milliarden Euro zugelegt.

3 Banken Generali
Bei 3 Banken-Generali habe das Dachfondsvolumen deutlich zugelegt: Seien es vor dem Lehman-Kollaps noch 591 Millionen Euro gewesen, die die Linzer am österreichischen Dachfondsvermögen beigesteuert hätten, sei das Vermögen seither um 1,59 Milliarden Euro auf stattliche 2,18 Milliarden Euro angewachsen. Damit sei die 3 Banken-Generali heute der sechstgrößte Dachfondsanbieter; vor neun Jahren habe man noch auf Rang elf gelegen.

Gutmann KAG
Das verwaltete Dachfondsvermögen der Gutmann KAG habe seit 2007 um 1,98 auf 2,98 Milliarden Euro zugelegt und habe sich damit immerhin von Rang acht auf den fünften Platz unter den volumensstärksten Dachfondsanbietern empor gearbeitet.

Kepler-Fonds
Die Kepler-Fonds KAG zähle zu den größten Profiteuren der vergangenen Jahre. Die Oberösterreicher hätten ihr Volumen um beachtliche 2,75 auf 4,76 Milliarden Euro steigern können. (News vom 09.04.2019) (10.04.2019/fc/n/s)