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Dachfondsanbieter: Die Gewinner und Verlierer der Finanzkrise - Fondsnews


09.04.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die österreichischen Dachfonds-Anbieter haben die globale Finanz- und Wirtschaftskrise endgültig hinter sich gelassen, so die Experten von "FONDS professionell".

In der aktuellen Dachfonds-Studie per Ende Dezember 2017 hätten Österreichs Dachfondsanbieter der Redaktion einen Gesamtbestand von 41,16 Milliarden Euro und damit um 5,82 Milliarden Euro mehr als Ende 2007 gemeldet.

Und dieser Wert sei das Ergebnis eines stabilen Aufwärtstrends, denn das Dachfondsvolumen sei damit bereits das siebte Jahr in Folge konstant angestiegen. Eine nackte Zahl sage allerdings nichts darüber aus, wie einzelne Anbieter diese Durststrecke bewältigt hätten. Nicht allen Dachfondsanbietern sei das gleich gut gelungen.

Besonders profitiert hätten die Dachfondslenker jedenfalls vom Trend hin zu Mischfonds. So habe eben diese Anlageklasse laut der VÖIG-Statistik seit Ende 2007 insgesamt besonders stark zugelegt - nämlich von 45,6 Milliarden Euro auf 76 Milliarden Euro, das sei ein Plus von über 66 Prozent. Renten- und Aktienfonds hätten hingegen im selben Zeitraum ein Minus von 2,54 beziehungsweise 1,65 Prozent verzeichnet.

Während einige Dachfondsanbieter wieder zurück zu alten Höhen gefunden hätten, hätten andere noch längst nicht ihr Vorkrisen-Niveau erreicht. Die Volumens-Entwicklung der jeweils fünf größten Verlierer und Gewinner:

Raiffeisen KAG

Die Raiffeisen KAG habe Ende 2007 am Dachfondsvolumen noch knapp 9,5 Milliarden Euro beigetragen. Um zu alter Größe zurückzukehren, würden der Gesellschaft damit noch 3,84 Milliarden Euro fehlen. Aktuell habe die Vermögensverwaltungsgesellschaft des Raiffeisensektors ein Volumen von 5,64 Milliarden Euro gemeldet.

Pioneer Investments Austria

Ähnlich sehe es auch bei Pioneer Investments Austria, einem Unternehmen der Amundi-Gruppe aus: Habe das Dachfondsvolumen vor der Lehman-Pleite noch 7,59 Milliarden Euro betragen, seien es derzeit "nur" noch 5,74 Milliarden Euro, also um 1,85 Milliarden Euro weniger als Ende 2007.

Allianz Investment

Auch die Allianz Investment habe ihr Vorkrisen-Niveau noch nicht erreicht. Hier sei das Volumen von 2,20 auf aktuell 1,23 Milliarden Euro gesunken. 970 Millionen Euro würden also noch fehlen, um zu alten Höhen zurückzukehren.

Masterinvest KAG

Die Masterinvest bringe derzeit um 385 Millionen Euro weniger auf die Waage als Ende 2007. Die Wiener Kapitalanlagegesellschaft habe per 30. Dezember 2017 ein Dachfondsvolumen von 472 Millionen Euro gemeldet. Vor dem Lehman-Kollaps seien es noch 857 Millionen Euro gewesen.

Julius Meinl

Ein Dachfondsvolumen von 147 Millionen Euro habe Julius Meinl der Redaktion Ende 2007 gemeldet. Derzeit seien es 26 Millionen Euro, die die Gesellschaft in Dachfonds verwalte.

Spängler IQAM

Zu den stärksten Gewinnern zähle hingegen Spängler IQAM Invest. Hier habe das Dachfondsvolumen um 1,05 Milliarden Euro auf derzeit 2,21 Milliarden Euro zugelegt.

3 Banken Generali

Bei 3 Banken-Generali habe das Dachfondsvolumen deutlich zugelegt: Seien es vor dem Lehman-Kollaps noch 591 Millionen Euro gewesen, die die Linzer am heimischen Dachfondsvermögen beisteuert hätten, sei das Vermögen seither um 2,03 Milliarden Euro auf stattliche 2,62 Milliarden Euro angewachsen. Damit sei die 3 Banken-Generali heute der sechstgrößte Dachfondsanbieter; vor neun Jahren habe man noch auf Rang elf gelegen.

Erste Asset Management

Einzig die Erste Asset Management habe unter den drei größten Dachfondsanbietern (Erste AM, Raiffeisen KAG, Pionner IA) ihren historischen Höchstwert bereits übertroffen. Mit 9,70 Milliarden Euro habe sich das verwaltete Vermögen seit 2007 um 2,09 Milliarden Euro gesteigert. Den Rivalen Raiffeisen KAG habe die Erste Asset Management damit bereits 2012 vom Thron der größten Dachfondsanbieter gestoßen.

Gutmann KAG

Das verwaltete Dachfondsvermögen der Gutmann KAG habe seit 2007 um 2,71 auf 3,70 Milliarden Euro zugelegt und sich damit immerhin von Rang acht auf den fünften Platz unter den volumensstärksten Dachfondsanbietern emporgearbeitet.

Kepler-Fonds KAG

Die Kepler-Fonds KAG zähle zu den größten Profiteuren der vergangenen Jahre. Die Oberösterreicher hätten ihr Volumen um beachtliche drei auf 5,01 Milliarden Euro steigern können. (News vom 06.04.2018) (09.04.2018/fc/n/s)