Crash-Gefahr: Vermögensverwalter PEH verabschiedet sich von Aktien - Fondsnews


04.06.19 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Vermögensverwalter PEH hat die Aktienquote seines Fonds PEH Empire auf null reduziert, so die Experten von "FONDS professionell".

Als Grund dafür verweise das Unternehmen in einer Pressemitteilung darauf, dass das PEH-Indikatorensystem Alarm geschlagen habe. Die hauseigenen Marktsignale würden anzeigen, dass zeitnah drastische Kurseinbrüche von 20 bis 25 Prozent an den US-Börsen möglich seien.

Zum Vergleich: Im April sei Portfoliomanager Martin Stürner mit dem Fonds noch zu 96 Prozent in Aktien investiert gewesen, vornehmlich in sehr großen US-amerikanischen Technologiewerten. Durch den Einsatz von Put-Optionen und Futures habe sich der erfahrene Fondslenker nun faktisch komplett aus dem Aktienmarkt verabschiedet.

"Unsere Indikatoren zeigen sowohl auf Mikro- wie auch auf Makroebene ein so schlechtes Marktumfeld an, wie wir es zuletzt im September 2018 hatten, bevor die Aktienkurse an der Wall Street und in Europa auf Talfahrt gingen", so Stürner. Bereits damals habe der Fonds den Markteinbruch mit einer Aktienquote von null Prozent gut überstanden. "Die gleiche Strategie setzen wir jetzt auf Basis unserer Marktsignale um", erläutere der Vermögensverwalter.

Für die Weltwirtschaft würden die Marktsignale ebenfalls mögliche Gefahren andeuten. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen hätten mit minus 0,2 Prozent einen historischen Tiefststand erreicht. Dies könne als Signal vom Anleihenmarkt gewertet werden, dass die Europäische Zentralbank aufgrund der wirtschaftlich angespannten Lage in einigen Euro-Ländern noch lange an den tiefen Zinsen festhalten werde.

Auch die Rendite von US-amerikanischen Anleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren sei wieder auf 2,15 Prozent gesunken. Damit sei der gesamte Zinsanstieg des Jahres 2018, der vor dem Hintergrund der Zinserhöhungen der FED und der starken Wirtschaftsdaten stattgefunden habe, wieder verpufft. Zudem habe die US-Zinskurve wieder eine hochgradig inverse Form angenommen, üblicherweise ein deutlicher Hinweis auf eine mögliche drohende Rezession.

Der jüngste Performance-Erfolg gebe dem systembasierten Ansatz des PEH Empire Recht: In den vergangenen zwölf Monaten habe der Fonds um rund 4,1 Prozent zugelegt, während der DAX rund 7,8 Prozent verloren und der MSCI World etwa zwei Prozent eingebüßt habe.

"Unser Investmentprozess ist systembasiert und setzt auf ein Indikatorenbündel, wobei die Gewichtung einzelner Marktsignale nach Marktphase und ihrer aktuellen Prognosekraft variiert", erläutere Stürner. "Zur Steuerung dieser Anpassungsmechanismen setzen wir künstliche Intelligenz ein und sind damit sehr erfolgreich." (04.06.2019/fc/n/s)





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