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Cerulli-Umfrage: Anleger verpflichten Asset Manager auf Nachhaltigkeit - Fondsnews


04.01.21 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Europas Investoren verlangen zunehmend, dass sich Fondsmanager an Kriterien der nachhaltigen Geldanlage orientieren, so die Experten von "FONDS professionell".

So hätten sich etwa 77 Prozent der befragten Versicherungen und mehr als die Hälfte der Pensionskassen dazu verpflichtet, den Klimawandel bei ihren Investmentstrategien zu berücksichtigen. Dies zeige eine Umfrage des Analysehauses Cerulli Associates. Insbesondere britische, niederländische und französische Anleger würden dem Klimaschutz eine hohe Priorität einräumen.

Dementsprechend würden Investoren bei der Auswahl von Fonds darauf achten, dass die Manager auf ökologische und soziale Kriterien sowie eine gute Unternehmensführung (ESG) achten würden. "Der wichtigste Faktor, den Fondsanleger während des Auswahlprozesses bewerten, ist die Zahl und die Einbindung von Analysten in den Investmentprozess, die sich eigens mit ESG-Kriterien beschäftigen", sage Connor Bigland, Co-Autor der Cerulli-Studie. "Dieser Faktor spiegelt wider, wie gut ein Manager ESG-Kriterien in seiner Unternehmenskultur verankert hat."

Wenngleich die Mehrheit der Fondsanleger auf nachhaltige Kriterien achte, hätten sich nur wenige auch konkrete Ziele für die Umsetzung gesetzt. So hätten 70 Prozent der der Fondsinvestoren in Europa keine Vorgaben festgelegt, inwieweit sie das Engagement in Unternehmen mit hohem CO2-Ausstoß reduzieren möchten, zeige die Cerulli-Umfrage. Weiterhin würden deutlich mehr als 60 Prozent der Befragten planen, in den nächsten drei bis fünf Jahren bei ESG-Strategien stärker auf aktive statt auf passive Fonds zu setzen. Die Cerulli-Analysten würden aber davon ausgehen, dass das Angebot von börsengehandelten Indexfonds (ETFs) mit nachhaltiger Ausrichtung zunehme. Entsprechend dürfte langfristig auch deren Marktanteil wachsen. (News vom 31.12.2020) (04.01.2021/fc/n/s)