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Carmignac beendet Streit mit Steuerbehörden - Fondsnews


01.07.19 11:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der französische Asset Manager Carmignac Gestion hat sich mit den Steuerbehörden des Landes auf eine Geldbuße von 30 Millionen Euro geeinigt, so die Experten von "FONDS professionell".

Eine von der Finanzstaatsanwaltschaft (PNF) vorgeschlagene und vom Präsidenten des Pariser Gerichts erster Instanz bestätigte Vereinbarung ("Convention judiciaire d'intérêt public") habe die Gesellschaft von Gründer Edouard Carmignac nach eigenen Angaben am Freitag unterzeichnet. Damit habe ein von der PNF im Februar 2017 eröffnetes Ermittlungsverfahren wegen des Vorwurfes der Steuerhinterziehung geendet.

Laut Carmignac sei es um "eine technische Steuerfrage bezüglich konzerninterner Dividenden" gegangen, deren Rechtmäßigkeit die Steuerbehörde in Abrede gestellt habe. Die Gesellschaft betone, zu keinem Zeitpunkt seien die Angelegenheiten von Kunden oder Geschäftspartnern berührt gewesen.

Details zu dem Verfahren seien im vergangenen November an die Öffentlichkeit gedrungen. Damals habe die französische Tageszeitung "Le Monde" berichtet, dass es sich um Vorgänge aus den Jahren 2010 und 2011 gehandelt habe, als der Fondsanbieter Aktivitäten an seine Luxemburger Tochter ausgelagert habe. Das Fürstentum sei bekannt dafür, steuerschonende Absprachen mit Unternehmen zu treffen. Den Berichten zufolge solle Carmignac eben solche Abmachungen getroffen haben, um seine Führungskräfte möglichst steueroptimierend entlohnen zu können. (News vom 28.06.2019) (01.07.2019/fc/n/s)