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BlackRock krempelt Top-Management um - Fondsnews


03.04.19 11:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der weltgrößte Asset Manager BlackRock plant eine umfassende Umbesetzung in der Führungsebene, so die Experten von "FONDS professionell".

Dies würden übereinstimmend mehrere US-Medien berichten. So solle Edwin Conway die Leitung des Bereichs alternative Investments übernehmen. Zugleich werde der Bereich deutlich aufgewertet und erhalte 50 eigene Vertriebsmitarbeiter. Bislang habe sich die Sparte Salesprofis mit anderen Bereichen teilen müssen. Das Geschäft mit illiquiden Strategien wie Private Equity oder Immobilien gewinne für den Platzhirsch an Bedeutung.

Konzernchef Larry Fink habe zu Beginn des Jahres auf das gedämpfte Wachstum bei dem Branchenriesen mit einem Sparkurs reagiert. Weltweit sollten rund 500 Mitarbeiter gehen. Das New Yorker Haus habe in der Vergangenheit stark vom Boom bei börsengehandelten Indexfonds (ETFs) profitiert. Aufgrund des zunehmenden Margenschwunds suche aber auch BlackRock nach neuen Ertragsquellen, die hohe Gebühren einspielen würden - wie eben alternative Investments.

Neben dem alternativen Geschäft besetze Konzernchef Fink weitere Führungsposten um, wie aus einer internen Mitteilung an die Angestellten hervorgehe, aus der mehrere US-Medien zitieren würden. So übernehme Mark McCombe die Verantwortung für die Kundenbeziehungen. Dieser Posten sei neu geschaffen worden. McCombe habe bislang das Geschäft in Gesamtamerika geleitet. Er solle sich auf Nordamerika konzentrieren und gelte als einer der möglichen Nachfolger von BlackRock-Mitgründer Fink.

Ein weiterer Kronprinz sei Mark Wiedman, der zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben das Südamerika-Geschäft führen solle. Erst im Januar sei Wiedman zum neuen Leiter des internationalen Geschäfts und der Strategieabteilung ernannt worden. Er sei zuvor für die ETF-Tochter iShares verantwortlich gewesen. Als weitere Anwärter auf die Fink-Nachfolge würden dessen Vize Rob Kapito, der fürs operative Geschäft zuständige Rob Goldstein sowie der Rentenchef Rich Kushel gelten.

Das bislang von Conway geleitete institutionelle Geschäft solle künftig in den Verantwortungsbereich der regionalen Leiter fallen. In Europa, Nahost und Afrika sei Rachel Lord zuständig, im Asien-Pazifik-Raum Geraldine Buckingham und in Nordamerika McCombe. Insgesamt besetze Fink 20 Führungsposten um. Diese "zeigen unser Engagement darin, uns ständig neu zu erfinden und die Fähigkeiten unserer Führungskräfte weiterzuentwickeln", würden Fink und Kapito in der internen Mitteilung schreiben. (03.04.2019/fc/n/p)