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BlackRock kratzt an der Sechs-Billionen-Dollar-Marke - ETF-News


12.10.17 15:01
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die US-amerikanische Fondsgesellschaft BlackRock hat im vergangenen Quartal mit 5,92 US-Dollar je Aktie deutlich mehr verdient, als von Analysten erwartet, so die Experten von "FONDS professionell".

Deren Schätzungen hätten bei 5,56 US-Dollar je Aktie gelegen. Mit 5,98 Billionen US-Dollar an verwalteten Vermögenswerten habe das Unternehmen außerdem so viel Kapital wie noch nie betreut.

Bei den Mittelzuflüssen habe BlackRock ebenfalls über den Erwartungen gelegen und statt der von Beobachtern prognostizierten 71,6 Milliarden im dritten Quartal 96,0 Milliarden US-Dollar eingesammelt. "Das Ergebnis reflektiert das zunehmende Wachstum von BlackRocks globaler Investment- und Technologieplattform und den vertrauensvollen Beziehungen, die wir mit unseren Kunden aufgebaut haben", habe Vorstandschef Larry Fink die exzllenten Ergebnisse kommentiert.

Auch Erträge und Gewinn hätten sich positiv entwickelt: Der Ertrag habe sich im Vergleich mit dem Vorjahresquartal um 14 Prozent auf 3,2 Milliarden US-Dollar und der Betriebsgewinn um 15 Prozent auf 1,4 Milliarden US-Dollar erhöht. Im selben Zeitraum sei der Nettogewinn um acht Prozent auf 947 Millionen Dollar gestiegen. Unternehmenschef Fink habe auf Einsparungen durch den konsequenteren Einsatz von IT verwiesen.

Die guten Geschäftszahlen des dritten Quartals würden sich nicht zuletzte auf die spurtstarke Entwicklung von Indexprodukten zurückführen lassen, die seit Monaten einen wahren Boom erleben würden. Dazu würden insbesondere börsengehandelte Indexpapiere, sogenannte Exchange Traded Funds (ETF) gehören, bei denen große Skalenerträge möglich seien. Über seine ETF-Tochter iShares biete BlackRock Investoren Zugang zu großen europäischen Anleihefonds, die 93 Milliarden Euro an Netto-Aktiva halten würden. Vor kurzem habe die Fondsgesellschaft die Gebühren auf die eigenen Produkte gesenkt, um sie noch attraktiver zu machen.

Auf einen anderen Mega-Markt wolle Blackrock dagegen vorerst nicht aufspringen: In einem Interview mit Bloomberg habe Mark Wiedman, Global Head of iShares and Index Investment, unlängst geäußert, dass er es für nicht sinnvoll halte, einen Bitcoin-ETF aufzulegen. Ganz abgesehen von der Schwierigkeit, eine Zulassung für einen Krypto-Fonds von der US-Wertpapieraufsicht SEC zu bekommen, an der sich bereits diverse Mitbewerber vergeblich versucht hätten, würde es Wiedman Bloomberg zufolge seinen Kunden schlichtweg nicht empfehlen, in Bitcoin längerfristig investiert zu sein. (12.10.2017/fc/n/e)