Erweiterte Funktionen

Bestseller oder Flop? Diese Fondsgruppen sind wahre Geldmagneten - Fondsnews


05.09.17 09:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt. So könnte man die Ergebnisse der Fondsmanager-Umfrage der Bank of America Merrill Lynch im aktuellen Jahresverlauf zusammenfassen, so die Experten von "FONDS professionell".

Anfang 2017 habe noch ein Viertel der 200 befragten Investmentprofis damit gerechnet, dass das weltweite Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich stark ausfallen werde. Die Mehrheit der Befragten bevorzuge daher bei Aktien konjunktursensible Branchen. Die jüngsten Befragungen nach der ersten Jahreshälfte würden hingegen von Pessimismus überschattet.

In der Erhebung von Juli hätten 28 Prozent der Fondsmanager einen Crash am Anleihenmarkt als größtes Risiko genannt. 55 Prozent der Fondsprofis hätten daher auch angegeben, dass sie Anleihen in ihrem Portfolio lieber untergewichten würden. Nur einen Monat später habe knapp die Hälfte der Befragten - nämlich 46 Prozent - Aktien für überbewertet gehalten. Das sei der höchste Wert seit der ersten Befragung aus dem Jahr 1998. Lieber hätten die Investmentprofis Bargeld gehortet: Die Cash-Reserven seien auf 4,9 Prozent geklettert und lägen damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Zehn-Jahres-Durchschnitt.

Die schlechte Stimmung unter den Fondsverwaltern dürfte bei den Anlegern allerdings noch nicht angekommen sein. Zumindest dürften sich Anleihen- und Mischfonds in den letzten Monaten kontinuierlich über frisches Geld freuen. Aus Aktienfonds hätten Anleger zwar im August über drei Milliarden Euro abgezogen. Unterm Strich seien ihnen aber seit Jahresbeginn knapp vier Milliarden Euro zugeflossen.

Aktienfonds Emerging Markets

Aktienfonds, die in Schwellenländer investieren würden, hätten seit Februar kontinuierlich Mittelzuflüsse verzeichnet. Im August seien die Geldströme allerdings unterbrochen worden - wenngleich nur moderat.

Aktienfonds Euroland

Euroland-Aktienfonds würden von den Anlegern weiterhin eingekauft. Im Juni und Juli habe die Fondskategorie gar die höchsten Nettomittelzuflüsse seit Oktober 2015 verzeichnet. Im abgelaufenen Monat hätten sich die Geldströme allerdings etwas eingebremst.

Aktienfonds Europa

1,3 Milliarden Euro hätten Investoren aus Aktienfonds, die in Anteilscheine von Unternehmen aus der gemeinsamen Währungszone anlegen würden, abgezogen. Von den Monaten Mai, Juni und Juli abgesehen, hätten europäische Aktienfonds seit Anfang 2016 durchgehend Abflüsse verzeichnet.

Aktienfonds Nordamerika

Auch die nordamerikanischen Pendants würden von Anlegern derzeit eher gemieden: In den vergangenen drei Jahren habe es gerade einmal sechs Monate gegeben, in denen diese Fondsklasse Mittelzuflüsse verzeichnet habe.

Aktienfonds global

Zu breit gestreuten Aktienportfolios würden Anleger hingegen gerne greifen. Nach einem Jahr mit durchgehenden Zuflüssen seien die Zuströme im August aber abrupt beendet worden.

Aktienfonds gesamt

Im Juli hätten Anleger noch fleißig Aktienfonds eingekauft. Im August hätten sie aber über drei Milliarden Euro aus der Fondsklasse abgezogen. Im März sei das Minus mit 3,7 Milliarden Euro allerdings noch größer ausgefallen.

Anleihenfonds Unternehmen

Der Vorstandschef der Fondsgesellschaft Doubleline Capital Jeffrey Gundlach habe jüngst vor dem Kauf von Unternehmensanleihen gewarnt. Gefahren bei dieser Fondsgruppe scheinen Anleger aber nicht zu sehen und griffen deshalb fleißig zu, so die Experten. Nur im März hätten Unternehmensanleihen Federn lassen müssen.

Anleihenfonds gemischt

Bei gemischten Anleihenfonds habe es noch besser ausgesehen: Über das laufende Jahr hinweg seien ihnen knapp 63 Milliarden Euro zugeflossen. In den vergangenen zwei Monaten habe sich der kontinulierliche Geldzustrom allerdings etwas verlangsamt.

Anleihenfonds gesamt

Von der positiven Entwicklung bei gemischten Anleihehabe der gesamte Bondmarkt profitiert. Auch hier seien das ganze laufende Jahr über Nettomittelzuflüsse zu beobachten gewesen.

Mischfonds

Mischfonds würden aktuell zu den Lieblingen der Anleger zählen, und das sehe man auch an der Statistik. In den abgelaufenen fünf Jahren habe es gerade einmal sechs Monate gegeben, in denen Investoren mehr Gelder aus Mischfonds abgezogen hätten, als investiert worden sei. (News vom 04.09.2017) (05.09.2017/fc/n/s)