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BVI: Fonds fließen im August 11 Milliarden Euro zu


12.10.17 13:30
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Investmentfonds sammelten in den ersten acht Monaten dieses Jahres netto 107,9 Milliarden Euro ein, berichten die Experten vom BVI.

Damit hätten Publikumsfonds und Spezialfonds bereits jetzt höhere Zuflüsse als im gesamten Kalenderjahr 2016 verzeichnet, als ihnen 103,3 Milliarden Euro zugeflossen seien. Allein im August 2017 belaufe sich das Neugeschäft der Fonds auf 11,1 Milliarden Euro. Davon würden 5,8 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 5,2 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 0,1 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds entfallen. Die Fondsgesellschaften würden ein Vermögen in Fonds und freien Mandaten von 2,94 Billionen Euro verwalten.

Im August würden Rentenfonds mit Zuflüssen von 5,6 Milliarden Euro die Absatzliste der offenen Publikumsfonds anführen. Das sei ihr bestes monatliches Neugeschäft überhaupt. Rund die Hälfte der Zuflüsse entfalle auf geldmarktnahe Rentenfonds. Auf Platz zwei der Absatzliste würden Mischfonds mit 1 Milliarde Euro folgen. Geldmarktfonds seien 0,6 Milliarden Euro zugeflossen. Das seien die höchsten Zuflüsse seit zwei Jahren, als Geldmarktfonds im August 2015 netto 1,2 Milliarden Euro eingesammelt hätten. Abflüsse hätten aktiv gemanagte Aktienfonds in Höhe von 1,4 Milliarden Euro und Aktien-ETFs von 0,4 Milliarden Euro verzeichnet.

Die Fondsgesellschaften würden ein Netto-Vermögen von 164,5 Milliarden Euro in Immobilienfonds verwalten. Davon würden 88,5 Milliarden Euro auf offene Publikumsfonds, 73 Milliarden Euro auf offene Spezialfonds und 3 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds entfallen. Eine Auswertung der offenen Immobilienfonds zeige, dass Publikumsfonds in den letzten drei Jahren ihren Anteil an Immobilien in den USA - gemessen an den Verkehrswerten - von 4 Prozent auf 10 Prozent mehr als verdoppelt hätten. Bei Spezialfonds sei dieser Wert von 2 Prozent auf 5 Prozent gestiegen. Der Schwerpunkt liege bei Publikumsfonds und Spezialfonds aber weiterhin auf deutschen Immobilien mit 34 Prozent bzw. 70 Prozent. Reduziert hätten Spezialfonds und Publikumsfonds in den letzten drei Jahren hingegen den Anteil von Immobilien in Frankreich und England. (12.10.2017/fc/n/s)