BVI-Absatzstatistik: Flossbach von Storch ausgebremst - Fondsnews


12.01.18 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die November-Absatzstatistik des Deutschen Fondsverbandes BVI wartet mit einer kleinen Überraschung auf, so die Experten von "FONDS professionell".

Der erfolgsverwöhnte Vermögensverwalter Flossbach von Storch (FvS) habe Mittelabflüsse hinnehmen müssen - wenngleich nur geringer in Höhe von knapp 39 Millionen Euro. Damit habe sich die Kölner Gesellschaft gegen den Trend am Markt entwickelt, denn insgesamt seien offenen Publikumsfonds in dem betreffenden Zeitraum 7,8 Milliarden Euro zugeflossen, offenen Spezialfonds weitere 2,9 Milliarden Euro.

Nicht zum ersten Mal habe FvS 2017 dem BVI Mittelabflüsse gemeldet. Vermögensverwaltungskunden hätten aus der für sie gedachten Anteilsklasse F (ISIN LU0323578574 / WKN A0M43Z) des Flaggschifffonds FvS Multiple Opportunities in den ersten sieben Monaten des vergangenen Jahres netto 74,2 Millionen Euro abgezogen. Allerdings werde der Kölner Asset Manager die Abflüsse im November, die auf Anfrage der Redaktion nicht kommentiert worden seien, angesichts von fast 23 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen in Publikumsfonds locker verschmerzen können. Zumal dem Vermögensverwalter auf Jahresfrist gerechnet 4,2 Milliarden Euro neu zugeflossen seien.

Zum positiven Gesamtbild der Branche hätten vor allem die großen Häuser beigetragen: Die Deutsche Asset Management, die demnächst wieder unter ihrem traditionellen Namen DWS firmiere, habe 2,6 Milliarden Euro an frischem Geld verzeichnet. "Die Mittelzuflüsse in die deutsche Fondsindustrie zeigen ganz klar, dass die Anleger in Deutschland eine Alternative zum Sparbuch suchen", kommentiere Deutsche-Asset-Management-Vertriebschef Torsten Michalik gegenüber FONDS professionell ONLINE das Ergebnis seines Hauses und die gesamte Marktentwicklung.

Union Investment habe dem BVI 1,8 Milliarden Euro an neuem Geld gemeldet, Allianz Global Investors (AGI) habe sich über rund 1,6 Milliarden Euro an Mittelzuflüssen gefreut. In Fonds der Deka hätten Investoren 484 Millionen Euro angelegt, in die Portfolios der Commerzbank-Tochter Commerz Fund Solutions seien 452 Millionen Euro geflossen.

Auf Jahresfrist gerechnet seien dem Asset Management der Commerzbank übrigens knapp eine Milliarde Euro zugeflossen. Daher werde der Vermögensverwalter auch personell aufstocken, wie der Branchendienst "Citywire" berichte. Allerdings müsse sich die Commerz Fund Solutions im Jahres-Ranking weit hinter den Fondsmanagern der Deutschen Bank (19,9 Mrd. Euro), AGI (15,4 Mrd. Euro), Union Investment (11,8 Mrd. Euro), Flossbach von Storch und der Deka (3,4 Mrd. Euro) einreihen.

Auf die einzelnen Kategorien der Publikumsfonds heruntergebrochen würden die BVI-Zahlen zeigen, dass Aktienfonds mit Zuflüssen von 4,2 Milliarden Euro die November-Absatzliste anführen würden. Davon würden 2,3 Milliarden Euro auf Aktien-ETFs und 1,9 Milliarden Euro auf aktiv gemanagte Fonds entfallen. Bei den Mischfonds hätten ausgewogene Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen investieren würden, auch im November das Neugeschäft bestimmt. Sie hätten 1,2 von insgesamt 1,8 Milliarden Euro eingesammelt. Rentenfonds hätten sich neuen Geldern in Höhe von 1,7 Milliarden Euro gegenübergesehen. (News vom 11.01.2018) (12.01.2018/fc/n/s)





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