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BVI: 2018 war ein gutes Fondsjahr - Fondsnews


13.02.19 15:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - "Die Fondsbranche hat sich 2018 trotz des schwachen Börsenjahres gut entwickelt. Investmentfonds flossen netto 119 Milliarden Euro zu. Abgesehen von den beiden Rekordjahren 2015 und 2017 bewegt sich das Neugeschäft auf dem Niveau der Vorjahre", sagt Tobias C. Pross, Präsident des deutschen Fondsverbands BVI, auf der Jahrespressekonferenz, so die Experten vom BVI.

Beim verwalteten Vermögen liege die Branche mit knapp 3 Billionen Euro weiterhin auf Rekordniveau. Davon würden 1,6 Billionen Euro auf Spezialfonds entfallen, 974 Milliarden Euro auf Publikumsfonds, 352 Milliarden Euro auf freie Mandate und 9 Milliarden Euro auf geschlossene Fonds. Seit Ende 2008 habe sich das verwaltete Gesamtvermögen fast verdoppelt.

Bei den offenen Investmentfonds seien Spezialfonds unverändert die stabile Stütze beim Absatz. Sie hätten 2018 Zuflüsse von 94,7 Milliarden Euro verzeichnet. Das sei ihr drittbestes Absatzjahr. Nachdem die Publikumsfonds traditionell mit einem starken ersten Quartal (12,4 Milliarden Euro Zuflüsse) gestartet seien, hätten die unruhigen Börsen weitere Zuflüsse gedämpft, insbesondere in Aktienfonds. Mischfonds und Immobilienfonds hingegen hätten sich letztes Jahr gut behauptet und ein Neugeschäft auf dem Niveau von 2017 erzielt. Unter dem Strich hätten offene Publikumsfonds 21,8 Milliarden Euro neue Gelder eingesammelt.

Mischfonds würden die Absatzliste der offenen Publikumsfonds das sechste Jahr in Folge anführen. Sie hätten 2018 netto 21,6 Milliarden Euro eingesammelt. Wie im Vorjahr hätten bei den Anlegern Produkte, die zu gleichen Teilen in Aktien und Anleihen anlegen würden, mit 15,8 Milliarden Euro im Mittelpunkt gestanden. 6,4 Milliarden Euro hätten Anleger in offene Immobilienfonds investiert. Aktienfonds hätten Nettozuflüsse von lediglich 0,7 Milliarden Euro verzeichnet. Dazu hätten Aktien-ETFs 1,3 Milliarden Euro beigesteuert. Diese hätten 2017 noch 14 Milliarden Euro aufgrund der positiven Börsenentwicklung eingesammelt. Rentenfonds hätten 2018 Abflüsse von 5,7 Milliarden Euro hinnehmen müssen, nachdem ihnen 2017 rund 21 Milliarden Euro zugeflossen seien. In beiden Jahren hätten insbesondere für institutionelle Anleger aufgelegte Euro-Rentenfonds, die in kurzlaufende Anleihen investieren würden, das Neugeschäft geprägt.

2018 hätten alle institutionellen Investorengruppen neue Gelder in Spezialfonds investiert. "Die Altersvorsorge ist der wichtigste Faktor im Neugeschäft. Versorgungswerke und Pensionskassen vertrauten den Fonds netto 37,4 Milliarden Euro neue Mittel an. Das sind 40 Prozent des Neugeschäfts", sage Pross. Sie würden seit 2016 die Absatzliste anführen. Das Fondsvermögen für Altersvorsorgeeinrichtungen sei seit Ende 2016 von 326 Milliarden Euro auf 466 Milliarden Euro gestiegen. Ihr Anteil am Spezialfondsvermögen sei damit von 22 Prozent auf 29 Prozent geklettert. Versicherungsgesellschaften seien mit 545 Milliarden Euro weiterhin die volumengrößte Anlegergruppe. Ihr Anteil betrage 34 Prozent des Spezialfondsvermögens. (13.02.2019/fc/n/s)