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BMO Global Asset Management setzt sich in Japan für unabhängige Vorstandsmitglieder ein - Fondsnews


07.08.17 11:30
BMO Global Asset Management

London (www.fondscheck.de) - In den letzten Jahren hat es deutliche Verbesserungen in den Führungspraktiken japanischer Unternehmen gegeben, so BMO Global Asset Management in der aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

BMO Global Asset Management leitet seit 2014 gemeinsam mit Legal & General Investment Management und Standard Life Investments eine Initiative, die sich für unabhängige Vorstandsmitglieder in japanischen Unternehmen einsetzt. Das Ziel ist es, einen Standard zu schaffen, der mindestens zu einem Drittel unabhängige Mitglieder im Vorstand vorsieht. Diese Angaben liegen deutlich über dem Standard des Japanese Corporate Governance Codes, der zwei unabhängige Vorstandsmitglieder ansetzt.

In den letzten fünf Jahren hat die Unternehmensführung in Japan einen enormen Wandel durchlebt. BMO Global Asset Management geht davon aus, dass eine gewisse Anzahl unabhängiger Vorstandsmitglieder den kulturellen Wandel voranbringt und zugleich auch die Aktienrenditen der Unternehmen verbessert. "Von dieser Transformation wird Japan enorm profitieren. Denn langfristig helfen ein robuster Führungsansatz und ein nachhaltiges Geschäftsmodell der japanischen Wirtschaft. Viele Firmen, mit denen BMO Global Asset Management ein Engagement eingegangen ist, haben in den letzten drei Jahren ihre Anzahl unabhängiger Vorstandsmitglieder erheblich verbessert", sagt Yo Takatsuki, Associate Director Governance and Sustainable Investment bei BMO Global Asset Management.

Japan ist einer der wichtigsten Märkte für institutionelle Investoren und mit mehreren Tausend Emittenten sowie einer Vielzahl erstklassischer Unternehmen einer der größten und umfangreichsten Kapitalmärkte der Welt. Trotz dieser Stärken ist die Unternehmensführung ein langjähriges Problem. Sorgen bereiten die Strukturen und die Zusammensetzung des Vorstandes. Traditionell setzt sich der Vorstand in Japan nur aus leitenden Angestellten ohne Außenvertretung zusammen. "Durch den Druck überwiegend von ausländischen Investoren und Regierungsinitiativen zur Stimulierung des Marktes zeigen sich seit den letzten drei Jahren signifikante Veränderungen", so Takatsuki. Ein Großteil der japanischen Unternehmen weist nun zwei externe Vorstandsmitglieder auf.

Japanische Unternehmen scheinen also bereit zu sein, sich den globalen Standards anzunähern. Allerdings liegt der Standard in vielen anderen entwickelten Ländern bei mindestens der Hälfte unabhängiger Vorstandsmitglieder. "Wir sind davon überzeugt, dass die Mischung im Vorstand die Vielfalt unterstützt, die für eine gesunde Diskussion vonnöten ist. Außerdem verhindert sie, dass nur einzelne Personen Entscheidungen treffen. Unserer Meinung nach bringt ein unabhängiges Vorstandsmitglied durch seine Erfahrung außerhalb des Unternehmens frische Ideen ein", sagt Takatsuki. Ein Beispiel für die Transformation liefert Toyota. 2011 konnte der Automobilhersteller noch kein externes Vorstandsmitglied aufweisen. Nun besteht der Vorstand zu einem Drittel aus externen Mitgliedern. Weitere Beispiele sind FUJIFILM Holdings, Honda Motor Company, Nintendo und Takeda Pharmaceutical. (07.08.2017/fc/n/s)