BCDI-Aktienfonds sammelt in sechs Monaten 100 Millionen Euro ohne Vertrieb ein - Fondsnews


06.06.17 10:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - "Fonds werden nicht gekauft, sondern verkauft", lautet ein im Finanzvertrieb beliebtes Bonmot, so die Experten von "FONDS professionell".

Für das Gros der Produkte möge das stimmen, aber nicht für jedes. So sei es dem erst im November 2016 aufgelegten BCDI-Aktienfonds nun gelungen, die 100-Millionen-Euro-Marke zu knacken - und das ohne Kooperation mit einer Bank oder einer Vermittlertruppe.

Ganz ohne Werbung gehe es natürlich nicht: Der Fonds werde beispielsweise auf dem Finanzportal "boerse.de" angepriesen und sei schon auf so manchem Börsentag präsentiert worden. Dennoch sei das Ergebnis überraschend, schließlich gelinge es nur wenigen Aktienfonds, in so kurzer Zeit mehr als 100 Millionen Euro einzusammeln.

Um den Erfolg des Fonds einordnen zu können, helfe ein Blick in die Vergangenheit: Schon seit dem Jahr 2002 filtere der "boerse.de-Aktienbrief" die nach diversen Kennzahlen langfristig erfolgreichsten und sichersten Aktien der Welt heraus - und küre sie zum "Champion". Zehn besonders defensive Titel von Unternehmen mit starker Marke und einfachem Geschäftsmodell würden den "boerse.de-Champions-Defensiv-Index", BCDI abgekürzt, bilden.

Im Juli 2014 habe die Deutsche Bank auf diesen Index ein Zertifikat emittiert, das bei Privatanlegern sehr gut ankomme. In der Spitze hätten mehr als 200 Millionen Euro in diesem Papier gelegen, so ein boerse.de-Sprecher auf Anfrage von "FONDS professionell ONLINE". Sowohl boerse.de als auch der "Aktienbrief" und BCDI würden zur Rosenheimer Firmengruppe von Thomas Müller gehören, der vor 30 Jahren den TM Börsenverlag gegründet habe.

Weil vielen Anlegern beim Stichwort Zertifikat nicht ganz wohl sei, hätten Müller und seine Kollegen Ende 2016 bei der Luxemburger Verwaltungsgesellschaft IP Concept einen entsprechenden Fonds initiiert. Er investiere in die zehn BCDI-Aktien und nehme zusätzlich 15 weitere Titel aus dem "Champions"-Universum auf. Die 25 Aktien würden gleichgewichtet, am Ende eines jeden Quartals werde die Zusammensetzung überprüft und angepasst.

Einige Anleger hätten ihr Geld vom Zertifikat in den Fonds umgeschichtet. Doch da nach Angaben des Firmensprechers immer noch rund 170 Millionen Euro im Zertifikat lägen, sei durch die Auflage des Fonds offensichtlich eine neue Zielgruppe erschlossen worden.

Die laufenden Kosten des Fonds würden 1,68 Prozent betragen. Dazu komme ab einer jährlichen Wertentwicklung von 5 Prozent eine erfolgsabhängige Gebühr von 15 Prozent. Ein Ausgabeaufschlag sei für die Anteilsklasse TM, in der das weitaus meiste Geld liege, nicht vorgesehen. Besonders günstig könnten Anleger den Fonds an der Börse Stuttgart ordern - dort würden dank einer Kooperation die Spesen entfallen, sodass Investoren zum Nettoinventarwert einsteigen könnten. (06.06.2017/fc/n/s)





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