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Aufatmen bei PIMCO: Total-Return-Schrumpfkurs geht zu Ende - Fondsnews


16.11.20 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Abflüsse beim PIMCO-Flagschifffonds Total Return sind auf den niedrigsten Stand seit mindestens sechs Jahren zurückgegangen - nicht zuletzt deshalb, weil der Fonds mit seiner Strategie im Jahr 2020 die Konkurrenz übertroffen hat, so die Experten von "FONDS professionell".

Scott Mather, Co-Manager des Fonds seit Bill Gross im Jahr 2014 PIMCO verlassen habe, habe erklärt, dass der Fonds schon zu Beginn des Jahres auf Volatilität eingestellt gewesen sei. Er erwarte in den kommenden Monaten eine holprige wirtschaftliche Erholung, die dazu beitragen könnte, dass der Fonds noch stärker hervorsteche.

Der 51-jährige Mather, der den Fonds zusammen mit Mark Kiesel und Mohit Mittal verwalte, wolle dem Total Return wieder zu seinem früheren Ruhm verhelfen. Das Anlagevolumen habe einen Höchststand von mehr als 290 Milliarden US-Dollar in dem Jahr erreicht, bevor sich Gross verbittert von dem Unternehmen getrennt habe, an dessen Aufbau er beteiligt gewesen sei. Heute seien davon noch 69 Milliarden Dollar geblieben - ein Beweis dafür, welche Auswirkungen der Abgang eines Star-Managers haben könne.

Der Fonds habe in diesem Jahr eine Rendite von 7,9 Prozent erzielt und damit im obersten Viertel vergleichbarer Portfolios gelegen, wie von Bloomberg zusammengestellte Daten zeigen würden. Die Nettoabflüsse hätten sich immer stärker verlangsamt, seit sie im Jahr 2014 mit 100 Milliarden Dollar ihren Höchststand erreicht hätten. In diesem Jahr bis Ende Oktober würden sie geschätzte 2,5 Milliarden Dollar betragen. Ein Großteil davon sei auf das erste Quartal entfallen, als PIMCO die stärksten Abflüsse in fünf Jahren verzeichnet habe, als Covid-19 die Investoren erschüttert habe. (16.11.2020/fc/n/s)