Erweiterte Funktionen

Asset Manager Ranking Q3 2020 - Flossbach von Storch zementiert Spitzenplatz - Fondsnews


23.07.20 14:00
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Nach den dramatischen Einbrüchen an den globalen Kapitalmärkten im ersten Quartal dieses Jahres stand das zweite Quartal im Zeichen der Erholung, so die Experten von Scope Analysis.

Trotz des für Asset Manager ruhigeren Fahrwassers habe es einige Verschiebungen im Ranking gegeben.

Das Asset Manager Ranking sortiere Fondsanbieter nach ihrem Anteil an Fonds mit Top-Rating. Derzeit halte rund ein Drittel der mehr als 6.000 bewerteten Investmentfonds ein (A) oder (B) und damit ein Top-Rating. Asset Manager, die für mehr als ein Drittel ihrer Fonds ein solches vorweisen könnten, lägen über dem Branchen-Durchschnitt.

Bei den großen Asset Managern mit mehr als 25 von Scope bewerteten Fonds habe es zum Ende des zweiten Quartals einen Wechsel an der Spitze gegeben. MFS schiebe sich mit einer Top-Ratingquote von 65,4% an Vanguard vorbei auf Rang 1.

Sowohl im Vergleich zum Vorquartal als zum Vorjahresquartal habe MFS seine Top-Ratingquote um mehr als vier Prozentpunkte verbessern können. Dies sei vor allem auf die Aktienfondspalette mit der starken Welt- und Europa-Expertise zurückzuführen.

Auch abseits der Spitze habe es signifikante Verschiebungen im Ranking gegeben. Im Vergleich zum Vorjahresquartal seien mit Kepler-Fonds, Goldman Sachs Asset Management, State Street, AXXION und DVM gleich fünf Neueinsteiger in den Top 10. Kepler-Fonds sei dabei mit Rang 5 der höchste Neueinstieg in die Top 10 gelungen. Insbesondere bei den Mischfonds habe es deutliche Ratingverbesserungen gegeben.

Im Vergleich zum Vorjahr - Stand Ende Juni 2019 - seien First State, AllianceBernstein und NinetyOne (ehemals Investec) nicht mehr unter den zehn Besten vertreten. Alle drei Gesellschaften hätten einen Rückgang ihrer Top-Ratingquote hinnehmen müssen. Am deutlichsten sei der Rückgang bei AllianceBernstein ausgefallen - von einer Top-Ratingquote von 51,3% und Rang 9 auf 34,2% und nur noch Rang 37.

Im Vergleich zum ersten Quartal dieses Jahres habe Flossbach von Storch in der Kategorie der kleinen Asset Manager - mit weniger als 25, aber mehr als 8 von Scope bewerteten Fonds - seine Spitzenposition nicht nur verteidigen, sondern den Vorsprung auf den Zweitplatzierten (Capital Group 76,9%) sogar ausbauen können. Zum Ende des zweiten Quartals würden 11 der 12 von Scope bewerteten Fonds aus dem Hause des Kölner Asset Manager ein Top-Rating tragen. Das entspreche einer Quote von 91,7%.

Die nochmalige Erhöhung der Top-Ratingquote bei Flossbach von Storch sei dabei nicht auf Upgrades der Mischfonds zurückzuführen - diese würden bereits seit geraumer Zeit über ein Top-Rating von Scope verfügen - sondern auf Ratingverbesserungen der drei Aktienfonds mit Namen Dividend, Fundament und Quality.

Im Vergleich zum Vorjahr seien Degroof Petercam (Aufstieg zu den großen Gesellschaften), Polar Capital Partners, Wells Fargo Asset Management, FederatedHermes und Siemens Fonds Invest nicht mehr unter den zehn Besten vertreten. Die vier letztgenannten Gesellschaften hätten einen deutlichen Rückgang ihrer Top-Ratingquote hinnehmen müssen. Dafür seien Capital Group, Nomura Securities, La Financiere de l'Echiquier, DJE und EFG Asset Management neu in die Top-Ten eingezogen. (23.07.2020/fc/n/s)