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Anleger stoßen Bondfonds ab - vor allem solide! - Fondsnews


24.03.20 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Anleger haben seit Beginn der Corona-Korrektur an den globalen Börsen auch massiv Mittel aus Anleihenfonds abgezogen, so die Experten von "FONDS professionell".

Allein in der dritten Märzwoche hätten sich die Nettomittelabzüge weltweit auf 108 Milliarden Dollar summiert. Dies würden Daten des Analysehauses EPFR zeigen. Den Großteil der Abflüsse hätten dabei ausgerechnet Fondsmanager zu schultern gehabt, die in bonitätsstarke Anleihen investieren würden.

"Investoren zogen in einem epischen Ausmaß Geld aus Anleihenfonds ab. Sie beschafften sich Liquidität, ohne dabei große Verluste einbuchen zu müssen", erläutere Cameron Brandt, Researchleiter bei EPFR. Denn im Rentenbereich stünden seit Ausbruch der Krise nur vergleichsweise geringe Verluste zu Buche. Bondfonds hätten im Schnitt nur ein Minus von fünf Prozent erlitten, bei Aktienfonds seien es EPFR zufolge 20 Prozent gewesen. Daher sei in der Woche zum Stichtag 19. März auch das Gros der Nettomittelabflüsse auf Rentenfonds im stabilen Investment-Grade-Bereich entfallen. In den Vorwochen hätten Anleger allerdings vor allem die Risiken in ihren Portfolios reduziert und zunächst Bestände in Hochzinsfonds abgebaut.

Ebenfalls hart habe es Mischfonds getroffen. Sie hätten unter dem Strich Anteilsrückgaben in Höhe von 28 Milliarden Dollar verzeichnet. Aus Aktienfonds seien in der einen Woche 20 Milliarden Dollar abgeflossen. Demgegenüber hätten Geldmarktfonds global Zuflüsse in Höhe von 90 Milliarden Dollar verzeichnet, würden die Daten von EPFR zeigen. Europäische Geldmarktvehikel hätten hingegen Mittelabzüge in Rekordhöhe verzeichnet. (News vom 23.03.2020) (24.03.2020/fc/n/s)