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Amundi will Deutschland-Geschäft verdoppeln - Fondsnews


03.06.19 14:51
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Europas größter Asset Manager Amundi plant, sein Deutschland-Engagement deutlich auszuweiten, so die Experten von "FONDS professionell".

"Wir wollen unser verwaltetes Vermögen in Deutschland in den nächsten drei Jahren auf 80 Milliarden Euro verdoppeln", habe Fannie Wurtz, Leiterin des globalen Geschäfts für börsengehandelte Indexfonds (ETFs) bei Amundi, der Nachrichtenagentur Reuters zufolge gesagt. Das ETF-Geschäft solle einen spürbaren Beitrag dazu leisten.

Die Franzosen wollten den Abstand zu Konkurrenten wie der Deutschen-Bank-Tochter DWS und dem weltgrößten Vermögensverwalter BlackRock verringern. Diese würden in Deutschland ein Volumen von 300 Milliarden Euro beziehungsweise von gut 100 Milliarden Euro betreuen. "Es ist wichtig für uns zu wachsen und unseren Marktanteil zu steigern", habe Wurtz der Agentur zufolge gesagt. Priorität habe dabei die Expansion aus eigener Kraft, aber natürlich würde man sich mögliche Kaufgelegenheiten anschauen.

Amundi gelte als einer der Kaufinteressenten für die DWS. Allerdings würden die Franzosen offenbar die Kontrolle über ein vereintes Unternehmen anstreben. Das stoße bei der Mutter auf Widerstand. "Auch im Falle einer Fusion wird die DWS weiter zum Kerngeschäft der Deutschen Bank gehören", habe Institutschef Christian Sewing auf der Hauptversammlung klargestellt. Aus diesem Grund seien offenbar auch Gespräche zwischen der Deutschen Bank und der Schweizer UBS über eine Zusammenlegung der Asset-Management-Einheiten ins Stocken geraten. (03.06.2019/fc/n/s)