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Amundi räumt 60 Fonds aus dem Sortiment - Fondsnews


08.04.19 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Europas größter Asset Manager Amundi legt drei seiner Luxemburger Fondspaletten zusammen, so die Experten von "FONDS professionell".

Dies habe die Gesellschaft mit Hauptsitz in Paris mitgeteilt. Die drei Vehikel Amundi Funds, Amundi Funds II (ehemals Pioneer Funds) und Amundi Sicav II (die früheren Feeder von Pioneer Funds) sollten bis Ende Juni unter einem Dach zusammengefasst werden. Die neue Gesellschaft nach luxemburgischem Recht heiße Amundi Funds und umfasse dann nur noch 90 Fonds - statt wie bisher 150. Das in der Palette verwaltete Vermögen beziffere sich auf 90 Milliarden Euro.

Der französische Fondsriese habe Pioneer Investments von der UniCredit übernommen. Die Gesellschaft werde komplett in Amundi integriert. Im November habe Vertriebschef Christian Pellis bereits angekündigt, dass das Luxemburger Sortiment deutlich zusammengestrichen werden solle. Als einen Grund für das Großreinemachen habe Pellis damals Dopplungen im Angebot angegeben, die durch die Zusammenlegung mit Pioneer entstanden seien.

Als weiteres Motiv habe Pellis aber auch eingeräumt, dass viele Fonds lediglich eine magere Erfolgsbilanz vorweisen könnten. Daher wollten die Franzosen schwache Portfolios auflösen oder verschmelzen. Welche Fonds überleben würden, solle sich nach dem Volumen, der Performance und der Anlagestrategie richten, heiße es in der Mitteilung von Amundi. Aber auch die Kundennachfrage und das Entwicklungspotenzial würden berücksichtigt.

Erklärtes Ziel von Amundi sei, dass nach dem Aufräumen mehr als die Hälfte der Teilfonds im Schnitt ein Volumen von mehr als 500 Millionen Euro aufweisen würden. Ein Drittel solle ein Gewicht von mehr als einer Milliarde Euro auf die Waage bringen. Zudem sollten 84 Prozent der Fonds eine Morningstar-Bewertung von mindestens drei Sternen führen. Die Zusammenlegung der drei Luxemburger Dächer sei der letzte Schritt bei der Integration von Pioneer nach der Zusammenführung der IT-Infrastruktur und dem rechtlichen Zusammenschluss der Gesellschaften.

Amundi-Chef Yves Perrier habe die Kosten seines Hauses stets im Blick. Das Aufwand-Ertragsverhältnis (Cost-Income-Ratio, CIR) von Amundi liege nur wenig über 50 Prozent. Einem Euro an Einnahmen stünden also kaum mehr als 50 Cent an Kosten gegenüber. Für einen Vollsortimenter sei das im Branchenvergleich ein herausragender Wert. (News vom 05.04.2019) (08.04.2019/fc/n/s)