Allianz GI schließt Lücken nach Born-Weggang - Fondsnews


15.09.17 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Allianz Global Investors (AGI) verändert die Mannschaftsaufstellung rund um die Fondsklassiker Fondak und Concentra: Das bislang zweiköpfige Team für deutsche Aktien um Leiter Christoph Berger und Thomas Orthen wird mit Stefan Dudacy ergänzt, der zum 1. November von Metzler Asset Management zur Fondstochter der Allianz wechselt, so die Experten von "FONDS professionell".

Das habe AGI in Frankfurt auf einer Veranstaltung verraten.

Damit habe der Asset Manager den Umbau seines Aktien-Management-Bereiches fortgesetzt. Anlass für die Restrukturierung sei der Weggang von Topmann Matthias Born sowie Peter Kraus im April gewesen, die es von AGI zur Berenberg Bank nach Hamburg gezogen habe. Als Konsequenz daraus habe AGI das Team für deutsche Aktien mit Berger und Orthen gegründet. Daneben würden noch ein europäisches Mid- und Small-Cap- sowie ein europäisches Growth Team arbeiten.

Beide Manager hätten auf der Veranstaltung auch ein paar Details zu den Strategien der beiden Produktklassiker verraten. So habe Orthen, der den Fondak seit Jahresbeginn hauptverantwortlich leite, das Spektrum weiter für Nebenwerte geöffnet. Der Fonds müsse sich daher auch an einer neuen Benchmark messen lassen: "Diese besteht nicht mehr zu 100 Prozent aus dem DAX, sondern nur noch zu 60 Prozent aus dem deutschen Leitindex sowie zu 30 Prozent aus dem Nebenwerteindex MDAX und zu zehn Prozent aus dem TecDAX", so Orthen. Concentra-Manager Berger wiederum habe erläutert, dass der auf deutsche Wachstumsaktien setzende Fonds auch in ein paar europäische Titel sowie Mid-Caps investieren werde. Dazu passe, dass der neue dritte Mann im Team sich gerade mit Nebenwerten gut auskenne.

Die Aussichten auf Performances für ihre Hauptportfolios jedenfalls würden beide Manager sehr positiv sehen - und auf das makro-ökonomische und politische Umfeld in Deutschland verweisen. Berger habe besonders die politische Stabilität betont: "Deren Wichtigkeit wird oft unterschätzt bei Industrienationen." Zudem sei der Mittelstand in Deutschland sehr gut aufgestellt. Daher rechne das AGI-Team auch mit einem zweistelligen Wachstum beim DAX.

Orthen habe mit dem Fondak in den vergangenen neun Monaten ein Plus von 15 Prozent erwirtschaften können. Berger habe den Concentra erst zum 1. Juni übernommen - nicht gerade der ideale Zeitpunkt. Seitdem liege die Performance um 1,24 Prozent im roten Bereich. Die Fondsanalysten von Morningstar hätten zudem das qualitative Rating des Klassikers nach dem Weggang von Born von "Bronze" auf "Neutral" gesetzt - und bislang nicht wieder angehoben. (15.09.2017/fc/n/p)





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