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Allianz GI greift bei Gehaltsexzessen von Topmanagern durch - Fondsnews


01.03.19 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Portfoliomanager von Allianz Global Investors haben im vergangenen Jahr weltweit an exakt 8.535 Hauptversammlungen teilgenommen und dort über insgesamt 90.000 Aktionärs- und Managementvorschläge abgestimmt, so die Experten von "FONDS professionell".

Eine Auswertung des Abstimmungsverhaltens zeige: Vergütungsvorschlägen von Managern habe Allianz GI besonders oft eine Absage erteilt. In 52 Prozent aller Fälle habe die Allianz-Asset-Management-Tochter solche Vorschläge abgelehnt - zehn Prozent häufiger als im Vorjahr.

In der Regel habe die Investmentgesellschaft kritisiert, dass die Entlohnung der Topmanager nicht eng genug an Unternehmensstrategie und -leistung gekoppelt gewesen sei, oder sie habe die Anreizsysteme intransparent gefunden. "Bei der Managementvergütung sind klare Informationen über Leistungskennzahlen und Ziele entscheidend, damit Investoren die Angemessenheit von Performance-Messungen beurteilen können", sage Eugenia Unanyants-Jackson, Global Head of ESG bei Allianz GI.

Der Fondsanbieter wünsche sich, dass Unternehmen im Rahmen der Vorstandsvergütung mehr Wert auf die langfristige Entwicklung erfolgskritischer Faktoren legen würden. "Was die Zusammensetzung der Aufsichtsräte betrifft, wünschen wir uns einen größeren Anteil wirklich unabhängiger Mitglieder", sage Unanyants-Jackson. Sie betone allerdings, dass ein solcher Schritt allein nicht ausreichen würde, um höhere Governance-Standards zu erreichen.

Besonders unzufrieden mit den Gehaltswünschen der Manager sei Allianz GIam Kapitalmarkt Hongkong gewesen. Dort habe das Unternehmen im Jahr 2018 gegen 95 Prozent aller Vergütungsvorschläge gestimmt. In Großbritannien habe es dagegen nur 16 Prozent aller Vergütungsvorschläge abgelehnt. Damit hätten britische Unternehmen bei der Einhaltung von Corporate-Governance-Standards international die Nase vorn. (01.03.2019/fc/n/s)