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Allianz-Fondstöchter sammeln trotz Kursverfall frisches Geld ein - Fondsnews


15.05.18 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der größte deutsche Versicherer Allianz stemmt sich in seinem Geschäftsfeld Asset Management gegen den Abwärtstrend an den Börsen und verzeichnete Nettomittelzuflüsse, berichten die Experten von "FONDS professionell".

So hätten der US-Fondstochter PIMCO Anleger im ersten Quartal mehr als 19 Milliarden Euro frisches Geld anvertraut. Allianz Global Investors (Allianz GI) wiederum habe ein Nettomittelaufkommen in Höhe von 1,7 Milliarden Euro verzeichnet. Zum Vergleich: Die Fondsgesellschaft DWS, die kürzlich an die Börse gegangen sei, habe in den ersten drei Monaten des Jahres massive Mittelabflüsse in Höhe von 7,8 Milliarden Euro erlitten.

Allerdings würden die Turbulenzen dennoch Spuren auch im Fondsgeschäft der Allianz hinterlassen. Ungünstige Wechselkurse sowie der Kursverfall an den Märkten hätten den Absatzerfolg ausradiert. Das insgesamt für Dritte verwaltete Vermögen sei somit gegenüber Ende 2017 leicht um 1,3 Prozent auf 1.429 Milliarden Euro gesunken. Dennoch habe die Asset-Management-Einheit Umsatz und Gewinn gesteigert. Das operative Ergebnis sei um 4,1 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal auf 595 Millionen Euro geklettert.

Einmal mehr habe sich dabei das einstige Sorgenkind PIMCO als Geschäftstreiber entpuppt. Das US-Anleihenhaus habe den operativen Gewinn um 8,4 Prozent auf 480 Millionen Euro gesteigert. Bei Allianz GI sei dagegen das operative Ergebnis um 12,5 Prozent auf 73,5 Millionen Euro geschrumpft - jeweils gegenüber dem ersten Quartal 2017. PIMCO sei mit dem Abgang von Mitgründer und "Bond-König" Bill Gross vor Jahren ins Schlingern geraten, habe sich mittlerweile aber gefangen.

Der gesamte Versicherungskonzern habe im ersten Quartal einen leichten Rückgang des operativen Gewinns verzeichnet. Grund seien auch hier negative Deviseneffekte gewesen. Nach Steuern seien 1,94 Milliarden Euro übrig geblieben, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Nettogewinn sei besser gewesen, als Analysten erwartet hätten. (15.05.2018/fc/n/s)