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Aktienfonds statt Kopfkissen - Fondsnews


08.07.20 15:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Hartnäckig hält sich die Meinung, dass Geld unter dem Kopfkissen sicherer ist als eine Geldanlage an den Aktienmärkten, so die Experten von BVI.

Dabei vergesse der Sparer die Inflation. Die Teuerungsraten würden dazu führen, dass Bargeld mit den Jahren an Wert verliere. Auch die Zinsen auf dem Sparkonto würden derzeit nicht ausreichen, die Inflationsrate auszugleichen. Um die Ersparnisse vor einem weiteren Geldverlust zu schützen, seien Anleger gut beraten, einen Teil der Ersparnisse in Aktien anzulegen, statt diese unter dem Kopfkissen zu verstecken, rate die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Sachwerte wie Immobilien oder auch Aktien würden im Unterschied zu niedrig verzinslichen Anlageformen die Chance auf Vermögenserhalt bieten. Aktiengesellschaften würden beispielsweise Grundstücke, Produktionsanlagen und Bürogebäude besitzen. Neben dem Sachwertcharakter der Aktie würden Aktionäre und auch Besitzer von Aktienfondsanteilen vom Wachstum der Unternehmen profitieren. Kursgewinne und Dividendenzahlungen könnten die Ersparnisse vor der Inflation schützen.

Zwar würden es sich nur wenige Sparer zutrauen, Unternehmen und Märkte zu analysieren, um die besten Aktien für ihre Depots zu wählen. Das sei aber eine Stärke von Fondsmanagern. Sie würden nach Kriterien wie Bilanzkennzahlen und der Bewertung des Geschäftsmodells die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aussuchen.

Das zeige der Rückblick auf die Wertentwicklung von Sparplänen auf Fonds, die weltweit in Aktien investieren würden. Anleger, die in den zurückliegenden 25 Jahren beispielsweise monatlich 100 Euro in globale Aktienfonds investiert hätten, hätten insgesamt 30.000 Euro eingezahlt. Der Sparplan habe ihnen per Ende März 2020 im Mittel rund 57.406 Euro eingebracht. Das entspreche einer Wertentwicklung von durchschnittlich 4,8 Prozent im Jahr.

Wie hoch die Aktienquote im Portfolio ausfallen könne, sollten Sparer zusammen mit ihrem Anlageberater entsprechend ihrer Risikobereitschaft festlegen. (08.07.2020/fc/n/s)