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Mit Aktienfonds gegen den "Geldanlagestau" - Fondsnews


08.01.20 11:30
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Einen Wertverlust von insgesamt 27 Milliarden Euro haben deutsche Sparer 2019 hinnehmen müssen, berichten die Experten vom BVI.

Das habe die DZ BANK jüngst errechnet. Grund dafür sei der Realzins von im Schnitt minus 0,6 Prozent im letzten Jahr. Die niedrigen Zinsen könnten die Inflation also nicht mehr ausgleichen. Da viele Anleger nicht wissen würden, wo sie das Geld rentabler und risikoarm anlegen sollten, habe sich nach Ansicht der DZ BANK ein "Geldanlagestau" gebildet. Den Angaben zufolge würden die Deutschen inzwischen rund 1,8 Billionen Euro auf dem Giro- und Tagesgeldkonten oder auf dem Sparbuch parken. Um die Ersparnisse allerdings vor einem Geldwertverlust zu schützen, seien Anlagen in höherrentierlichen Wertpapieren wie beispielsweise Aktien notwendig, so die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Ein Vermögenserhalt lasse sich nur durch eine Verteilung des Geldvermögens auf unterschiedliche Anlagemöglichkeiten erreichen. Im Gegensatz zu niedrig verzinsten Anlagen wie Tagesgeldkonten, Sparbüchern oder Rentenpapieren könnten beispielsweise Qualitätsaktien von Unternehmen mit lukrativen und stabilen Geschäftsmodellen sowie attraktiven Dividenden in Zeiten von Niedrigzinsen vor einem Geldwertverlust schützen. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds würden vom Wachstum der Unternehmen profitieren. Die Dividendenzahlungen würden Anleger zusätzlich am Unternehmenserfolg beteiligen.

Der Sparer sei gut beraten, sein Geld möglichst lange für sich arbeiten zu lassen. Für einen langfristigen Vermögensaufbau mit Aktien sei der richtige Einstiegszeitpunkt daher nicht entscheidend: Es sei für Sparer sinnvoller, über alle Marktzyklen hinweg investiert zu sein. Beim Vermögensaufbau sei Ausdauer also wichtiger als der Zeitpunkt.

Wer das Risiko einer Direktanlage in Aktien scheue, könne über einen Sparplan in aktiv verwaltete Aktienfonds oder Aktien-ETFs investieren. Fonds würden sich grundsätzlich für jedes Budget eignen. Bereits ab 25 Euro monatlich lasse sich ein Fondssparplan abschließen. Fondssparpläne seien zudem flexibel. Die Raten würden sich beliebig und kostenlos erhöhen, reduzieren oder wenn nötig, für einen bestimmten Zeitraum aussetzen lassen. Bei der Wahl, ob der Sparer lieber offensiver oder sicherheitsorientierter anlegen möchte, könne ihm ein Anlageberater helfen. Er könne entsprechend seiner Risikobereitschaft und seinem Budget einen für ihn geeigneten Anteil von Aktien und Aktienfonds am Portfolio festlegen. (08.01.2020/fc/n/s)