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Aktienfonds als Steuersparmodell - Fondsnews


12.10.17 13:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Dass Milliardenkonzerne wie Apple, Google oder Amazon alle legalen Möglichkeiten nutzen, um ihre Steuerlast zu senken, ist kaufmännisch nicht zu kritisieren, so "FONDS professionell"-Herausgeber Gerhard Führing zur Diskussion über die geringe Steuerlast mancher Konzerne - und wie jeder davon profitieren kann.

Von einem moralischen Standpunkt aus hingegen seien viele Menschen der Ansicht, dass es nicht richtig sei, dass erfolgreiche Unternehmen mit Milliardengewinnen in Proportion viel weniger zu den Staatshaushalten beitragen würden als kleinere und mittelgroße Betriebe.

Da dieses Thema nun seit geraumer Zeit Teil der politischen Agenda sei, müsse man davon ausgehen, dass diese "Steueroptimierung" auch für die Großkonzerne in Zukunft schwieriger werden könnte. Ob und wann dies passiere, sei aber offen. Vermutlich wird es nicht schnell gehen, denn es waren beziehungsweise sind ja durchwegs Staaten, darunter auch EU-Mitglieder, die den Firmen diese Möglichkeiten erst eröffneten, so die Experten von "FONDS professionell".

Aber selbst wenn diese Form der "Steueroptimierung" eines Tages beendet werde, stehe keineswegs fest, dass Europas Finanzminister mehr Geld von den Großkonzernen bekommen würden. Amazon versteuere seit geraumer Zeit die in Deutschland erzielten Einnahmen nicht mehr in Luxemburg, sondern "vor Ort". Die Steuerlast habe sich bisher trotzdem in Grenzen gehalten. Vorerst investiere Amazon in die weitere Expansion und erziele daher wenig Gewinn.

Es gebe Leute, die sich furchtbar über hohe Subventionen für das städtische Theater aufregen würden. Die intelligentere Reaktion wäre aber, selbst ab und an ins Theater zu gehen. Ähnlich sei es bei den Steuersubventionen für Großkonzerne: Niemand müsse sie gutheißen. Doch solange sie nicht abgeschafft würden, liege die Idee nahe, selbst davon zu profitieren.

In jedem global investierenden Aktien-ETF, aber auch in viele aktiven Fonds finde man Titel wie Alphabet (Google), Apple, Amazon und Facebook vergleichsweise prominent vertreten. Selbst im MSCI All Country World Index, der die Wertentwicklung von rund 8600 Einzelaktien abbilde, seien Apple, Facebook, Amazon, und die beiden Google-Titel Alphabet A und Alphabet B in Summe mit 4,36 Prozent gewichtet. Fondssparpläne gebe es schon ab 10 Euro im Monat. (12.10.2017/fc/n/s)