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Aegon-AM-Vertriebschef: "Haus auf eine einheitliche Basis stellen" - Fondsnews


04.01.21 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der niederländische Finanzkonzern Aegon hat sein Asset-Management-Geschäft neu ausgerichtet, so die Experten von "FONDS professionell".

"Das Rebranding ist Teil einer umfassenderen Initiative, die wir in den vergangenen Monaten gestartet haben: Den Umbau von Aegon Asset Management zu einer zusammenhängenden, weltweit integrierten Plattform", erläutere Chris Thompson, der weltweit den Vertrieb sowie das US-Geschäft der Niederländer leite, im Interview mit "FONDS professionell". "Dieses Vorhaben mündete darin, dass wir die Marken Kames Capital und TKP Investments in den Ruhestand schickten."

Thompson begründe den Schritt damit, dass sein Haus zwar weltweit aktiv sei, aber unterschiedliche regionale Strukturen aufgewiesen habe. "Wir entschlossen uns daher, das Haus auf eine einheitliche Basis zu stellen", so der Vertriebschef. Im Zuge dessen seien vier Investmentplattformen geschaffen worden, wo jeweils die Teams für Anleihen, Aktien sowie Multi-Asset und Sachwerte global zusammengefasst seien. "Wir wollten die Kunden nicht mit unterschiedlichen Marken verwirren", führe Thompson aus. "Daher fassten wir alles unter dem Dach von Aegon zusammen. Wobei Kames zweifellos eine starke Marke war."

Kosten einzusparen sei nicht ausschlaggebend für diesen Schritt gewesen, habe der Manager betont. "Wenngleich eine effizientere Aufstellung gewiss eine der dahinterliegenden Ideen ist." Thompson kündige zudem an, das Vertriebsteam im Büro in Frankfurt ausbauen und das Geschäft ausweiten zu wollen. "Das Büro ist zwar noch recht neu, aber wir freuen uns bereits sehr darüber, wie sich der Absatz in Deutschland und Österreich entwickelt", so der Aegon-Mann.

Gute Chancen rechne sich der Fondsableger des Versicherungskonzerns aus Den Haag bei alternativen Anleihen-Investments aus. "Im Niedrigzinsumfeld suchen Anleger eine Ergänzung zu ihren herkömmlichen Rentenportfolios", begründe Thompson. Auf reges Interesse würden hierzulande auch Multi-Asset-Strategien stoßen. Ein weiteres Feld seien nachhaltige Investments. (04.01.2021/fc/n/s)