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Vor dem Absprung: Michael Rüdiger wird die Deka verlassen - Fondsnews


06.12.18 14:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie der zentrale Wertpapierdienstleister der deutschen Sparkassen mitteilte, wird der Vorstandschef der DekaBank, Michael Rüdiger, das Haus im Laufe des Jahres 2019 verlassen, so die Experten von "FONDS professionell".

Rüdiger scheide "auf eigenen Wunsch und aus Gründen der persönlichen Lebensplanung" aus, heiße es in der Mitteilung. Seine Nachfolge werde zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Rüdiger leite das Institut seit November 2012. Ende 2016 sei sein Vertrag vorzeitig für weitere fünf Jahre verlängert worden - der Manager hätte also bis 2021 weitermachen können. "Nach sechs Jahren an der Spitze der Deka ist das Jubiläumsjahr ein geeigneter Zeitpunkt, die Geschäfte gut bestellt in andere Hände zu übergeben", habe Rüdiger der Mitteilung zufolge gesagt. "Die Deka hat ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell mit einer stabilen Kundenbasis und ausgezeichneten Mitarbeitern."

Der Deka-Chef könne sich eine erhebliche Steigerung des Geschäfts auf die Fahnen schreiben. Zudem habe er das Betätigungsfeld erweitert. So habe die Deka erst 2013 den Vertrieb von Zertifikaten aufgenommen - und sei mittlerweile zum zweitgrößten Emittenten nach der genossenschaftlichen DZ Bank avanciert. Zuletzt habe hingegen der Fondsabsatz einen Dämpfer erlitten. Der Grund sei das schwierige Marktumfeld gewesen - und die Zurückhaltung institutioneller Anleger.

"Nach der vollständigen Übernahme der Deka durch die deutschen Sparkassen hat Michael Rüdiger das Haus in seiner Amtszeit nach innen wie außen geprägt und gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen den Wandel zum Wertpapierhaus der Sparkassen konsequent und sehr erfolgreich gestaltet", lobe Deka-Verwaltungsratsvorsitzender und Sparkassenverbandschef Helmut Schleweis. "Ich bin ihm verbunden, dass er auf meine Bitte hin einen geordneten Wechsel im Vorstand unterstützen wird."

Neben seinem Posten bei dem Sparkassen-Institut sitze der Manager unter anderem auch im Aufsichtsrat von Evonik Industries und sei Vorsitzender des Börsenrats der Frankfurter Wertpapierbörse. Vor seiner Zeit bei der Deka habe Rüdiger unter anderem das Zentraleuropa-Geschäft der Credit Suisse geleitet. (News vom 05.12.2018) (06.12.2018/fc/n/p)