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Absatzstatistik: Fondsriesen müssen Federn lassen - Fondsnews


16.05.18 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Im März dominierten einmal nicht DWS, Union Investment & Co. die Absatzstatistik des Fondsverbands BVI: Wegen Mittelabflüssen oder nur mickrigen Zuflüssen mussten sie sich hinten anstellen, so die Experten von "FONDS professionell".

Ein kleiner Trost: Seit Jahresbeginn würden Anbieter alle Mittelzuflüsse aufweisen.

Die großen Fondsanbieter Deutschlands würden den März schnell abhaken wollen: Sie hätten entweder Mittelabflüsse oder nur geringe -zuflüsse bei ihren Publikumsfonds hinnehmen müssen, wie die aktuelle Absatzstatistik des deutschen Fondsverbands BVI zeige. Das schlage sich auch auf den Gesamtmarkt nieder, da private Anleger unter dem Strich 1,2 Milliarden Euro aus den Portfolios entnommen hätten. Allerdings hätten die Asset Manager das erste Quartal 2018 als Ganzes mit einem positiven Flow-Saldo beendet.

Die höchsten Mittelabflüsse im März habe die BlackRock-ETF-Sparte iShares gemeldet: 1,8 Milliarden Euro hätten die Anleger aus den passiven Indexfolgern entnommen, nachdem sie im Februar noch 448 Millionen Euro investiert hätten. Die DWS habe Anteilscheine im Wert von 742 Millionen Euro zurücknehmen müssen - unter anderem da Anleger gleich drei Flaggschifffonds die Gunst entzogen hätten. Auch Allianz Global Investors (Allianz GI) und Union Investment hätten Federn lassen müssen: Die Mittelabflüsse hier hätten knapp 110 Millionen Euro (Allianz GI) und 42 Millionen Euro bei dem genossenschaftlichen Asset Manager betragen. Die Deka und Flossbach von Storch hätten indes Zuflüsse über 37,5 respektive 41 Millionen Euro gemeldet.

Der Absatzspitzenreiter im März heiße Amundi: Dem führenden europäischen Asset Manager seien knapp 752 Millionen Euro zugeflossen. Auch Universal-Investment (419 Mio. Euro), Commerz Fund Solutions (148 Mio. Euro) und Hansainvest (140 Mio. Euro) hätten im März zu den Gewinnern gezählt. Auf das gesamte erste Quartal bezogen müssten sich alle aber weiter hinter den Platzhirschen Union Investment (2,2 Mrd. Euro), DWS (2,1 Mrd. Euro), Deka (1,5 Mrd. Euro) und Allianz GI (rund 1,5 Mrd. Euro) anstellen.

Schaue man auf die Fondskategorien, so hätten Aktienfonds im März mit 2,4 Milliarden Euro die höchsten Abflüsse verzeichnet. Dem BVI zufolge seien Aktien-ETFs davon mit einem Minus von 1,3 Milliarden Euro am stärksten betroffen gewesen, wie das März-Resultat von iShares unterstreiche. Aus Rentenfonds hätten Anleger 700 Millionen Euro entnommen, während sie in Mischfonds 1,9 Milliarden Euro neu eingezahlt hätten. Im gesamten ersten Quartal hätten die gemischten Portfolios mit 5,4 Milliarden Euro ebenfalls an der Spitze gelegen, gefolgt von Aktienprodukten mit 3,6 Milliarden Euro. (News vom 15.05.2018) (16.05.2018/fc/n/s)