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ebase Fondsbarometer Q3/2021: Weiter hohe Fondsnachfrage bei etwas geringerem Handelsvolumen - Fondsnews


12.10.21 12:00
ebase

Aschheim (www.fondscheck.de) - "Das Handelsvolumen unserer Kunden mit Fonds und ETFs hat sich im Sommerquartal auf hohem Niveau stabilisiert. Zwar lagen die Handelsaktivitäten zuletzt etwas unterhalb des Niveaus des Corona-Jahres 2020. Allerdings war dieses aufgrund hoher Marktschwankungen auch außergewöhnlich handelsintensiv", sagt Kai Friedrich, CEO der ebase.

Daher sei es ein gutes Zeichen, dass das Handelsvolumen der ebase Kunden von Juli bis September 2021 bei rund 91 Prozent des Vorjahresniveaus gelegen habe. Zudem sei der Fundflow-Faktor mit 1,30 deutlich positiv gewesen. Dieser Wert bedeute, dass die Käufe um 30 Prozent über den Verkäufen gelegen hätten.

"Bemerkenswert ist, dass in allen großen Fondskategorien - Aktien-, Renten- und Mischfonds - der Fundflow-Faktor positiv ist. Die ebase Kunden haben ihre Portfolios also breit aufgestockt", ergänze Friedrich. "Das passt zu der in den Sommermonaten überwiegend freundlichen Marktstimmung, mit einem robusten Wirtschaftswachstum weltweit, der unterstützenden Geldpolitik und fiskalischen Hilfspaketen in vielen Ländern. Zudem haben vor allem in den USA wichtige Aktienindizes wieder neue Höchststände erreicht."

Besonders hoch sei die Nachfrage in der auf dem deutschen Markt traditionell beliebten Kategorie Mischfonds gewesen. Hier habe der Fundflow-Faktor bei 2,11 gelegen. Damit hätten im vergangenen Quartal die Käufe mehr als doppelt so hoch wie die Verkäufe von Mischfonds gelegen. "Mischfonds sind für viele Anleger ein typisches Basisinvestment. Die breit gestreute Anlage über mehrere Anlageklassen wird gerne gewählt, um sich bei positiven Marktaussichten am Renditepotenzial zu beteiligen, ohne alle Eier in einen Korb zu legen", erläutere Friedrich.

Ebenfalls starkes Kaufinteresse im abgelaufenen Quartal sei bei aktiv gemanagten Aktienfonds zu sehen gewesen, mit einem Fundflow-Faktor von 1,48. Hier hätten die Käufe also um 48 Prozent höher als die Verkäufe gelegen. "Nach Anlageregionen verteilt, war die Fondsnachfrage besonders bei weltweit anlegenden Aktienfonds hoch, hier lag der Fundflow-Faktor sogar bei 1,79. Auch bei asiatischen und bei europäischen Aktienfonds signalisiert der positive Fundflow-Faktor mit 1,49 bzw. 1,40 eine optimistische Markterwartung der ebase Kunden", sage Friedrich. Bei Rentenfonds seien die Käufer nach einigen schwächeren Perioden ebenfalls wieder in der Mehrheit. Hier sei der Fundflow-Faktor mit 1,04 immerhin knapp positiv.

Ungebrochen sei weiterhin der ETF-Trend. "Auch im 3. Quartal waren die ETF-Käufe um ein Vielfaches höher als die Verkäufe, der Fundflow-Faktor lag bei 2,71", betone Friedrich. Besonders gefragt seien ETFs auf den MSCI World und die US-Indices NASDAQ 100 und S&P 500 gewesen. ebase verzeichne seit Jahren eine überdurchschnittlich große Nachfrage nach ETFs, was sich auch in einer aktuellen Umfrage unter Vertriebspartnern gezeigt habe. "Mit 86,5 Prozent geht die überwiegende Mehrheit der Vermittler für die nächsten drei Jahren davon aus, dass die Bedeutung von ETFs im Privatkundengeschäft steigen bzw. stark steigen wird. Die ETF-Nachfrage der Anleger dürfte sich also ungebremst fortsetzen."

Das ebase Fondsbarometer sei eine Werbemitteilung und werde vierteljährlich veröffentlicht. Sie spiegele die Handelsaktivität der ebase Kunden wider. Das ebase Fondsbarometer setze sich aus zwei Elementen zusammen: Der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiere auf dem Handelsvolumen und lasse unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weise auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2020 hin; ein Stand unter 100 zeige eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien "Fondstyp" und "Region" würden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei würden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über eins würden die Mittelzuflüsse überwiegen, bei einem Kaufquotienten unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung würden in der Auswertung nicht berücksichtigt. (12.10.2021/fc/n/s)