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ebase Fondsbarometer Q2/2021: Gesunkendes Handelsvolumen aber große Nachfrage - Fondsnews


08.07.21 09:30
ebase

Aschheim (www.fondscheck.de) - "Im zweiten Quartal haben es unsere Kunden, was den Handel angeht, etwas ruhiger angehen lassen. Sowohl die ersten drei Monate des Jahres als auch 2020 waren jedoch auch in dieser Hinsicht extrem", sagt Kai Friedrich, CEO der ebase.

"Zugleich ist aber festzuhalten, dass die Kunden der ebase ihre Fondsbestände auch in den vergangenen drei Monaten weiter ausgebaut haben." Zwar seien die Handelsaktivitäten bei aktiv gemanagten Fonds im Durchschnitt des zweiten Quartals auf 92 Prozent des Vorjahresdurchschnitts gesunken, Ende Juni habe dieser Wert bei 82 gelegen. Allerdings habe der Fundflow-Faktor bei 1,55 gelegen, was bedeute, dass die Fondskäufe um 55 Prozent über den Verkäufen gelegen hätten.

"Im Fokus der Anleger standen im zweiten Quartal eindeutig die Mischfonds, die sogar einen Fundflow-Faktor von 1,80 aufweisen, was bedeutet, dass die Neuinvestments die Verkäufe um 80 Prozent übertrafen", erkläre Friedrich. "Dies könnte aus den verstärkten inflationären Tendenzen in einigen Segmenten resultieren, die unter Anlegern für eine gewisse Verunsicherung sorgten und so die Nachfrage nach eher defensiveren Investments erklären. Schließlich sind Mischfonds überlicherweise darauf ausgerichtet, die Chancen an den Aktienmärkten zu nutzen und über die Beimischung weiterer Anlageklassen die Anlagerisiken einzugrenzen." Unter den Mischfonds seien insbesondere solche gesucht gewesen, die in Europa anlegen würden oder einen weltweiten Investmentfokus hätten.

"Bei Rentenfonds haben dagegen die Verkäufe überwogen - und hier inbesondere bei Fonds mit europäischer Ausrichtung", führe Friedrich weiter aus. Der Fundflow-Faktor für die vergangenen drei Monate habe für Rentenfonds insgesamt bei 0,91 gelegen. Bei Rentenfonds mit Schwerpunkt Europa sogar nur bei 0,74, während Rentenfonds mit Schwerpunkt Deutschland (Fundflow-Faktor 1,31) und USA (Fundflow-Faktor 1,43) deutlich stärker gefragt gewesen seien.

Für Aktienfonds weise die Statistik der ebase einen Fundflow-Faktor von 1,57 aus, wobei vor allem Aktienfonds mit Schwerpunkt USA (Fundflow-Faktor 1,51) und Asien (Fundflow-Faktor 1,82) sowie weltweit anlegende Fonds (Fundflow-Faktor 1,79) gefragt gewesen seien. Bei Aktienfonds mit Schwerpunkt Deutschland hätten sich Käufe und Verkäufe in etwa die Waage gehalten.

Bei ETFs sei im zweiten Quartal eine ähnliche Entwicklung zu beobachten gewesen wie bei den aktiv gemanagten Fonds: Das Handelsvolumen sei im Durchschnitt des zweiten Quartals auf 94 Prozent des Vorjahresniveaus zurückgegangen, während der Fundflow-Faktor mit 2,02 ein klares Übergewicht der Neuinvestments bescheinige. "Der Umstand, dass die ETF-Käufe doppelt so hoch waren wie die Verkäufe, bestätigt den langfristigen Trend, wonach die Kunden der ebase ihre ETF-Bestände stetig weiter ausbauen", sage CEO Friedrich. Dabei habe sich gezeigt, dass aktuell vor allem ETFs gefragt gewesen seien, die auf den MSCI World Index sowie die US-Indices S&P 500 und NASDAQ-100 Index bezogen seien.

"Festzuhalten ist daneben auch, dass ETF-Anleger inzwischen großen Wert auf nachhaltige Investments legen", betone Friedrich abschließend. "So finden sich unter den 20 derzeit gefragtesten Indices für ETF-Investments beispielsweise der World Alternative Energy Index, der S&P Global Clean Energy sowie der Low Carbon 100 Europe PAB Index." (08.07.2021/fc/n/s)