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ebase Fondsbarometer: Fondsanleger positionieren sich neu - Fondsnews


06.07.18 12:02
ebase

Aschheim (www.fondscheck.de) - Das 2. Quartal diesen Jahres war anfangs von einer deutlichen Zurückhaltung der Fondsanleger geprägt. Diese hat sich aber wieder gelegt, sodass im Juni vielfach reges Interesse bestand, kommentiert Rudolf Geyer, Sprecher der Geschäftsführung von ebase.

"Im April lagen die Handelsaktivitäten noch 20 Prozentpunkte unter dem Durchschnitt des Jahres 2017, im Juni hingegen 11 Prozentpunkte darüber", präzisiere er. Die Zurückhaltung zu Beginn des zweiten Quartals sei vermutlich auf die Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Handelsstreit zwischen der US-Regierung und Europa, China und anderen Ländern zurückzuführen. Die im Juni wiedererstarkte Nachfrage zeige allerdings, dass die Anleger wieder mehr Interesse an Fonds hätten, sich jedoch teilweise neu positionieren würden.

"Die Neupositionierung zahlreicher Anleger zeigte sich im abgelaufenen Quartal beispielsweise an der gestiegenen Nachfrage nach offenen Immobilienfonds", stelle Geyer fest. Auf das 2. Quartal bezogen habe sich für die offenen Immobilienfonds ein Kaufquotient von 3,01 ergeben, was bedeute, dass die Anzahl der Käufe dreimal so hoch gelegen hätten wie die Verkäufe. Dessen ungeachtet seien auch bei Aktien- und Mischfonds im 2. Quartal Nettomittelzuflüsse, mit Kaufquotienten von 1,12 bzw. 1,15, zu verzeichnen gewesen. Rentenfonds hätten hingegen leichte Mittelabflüsse hinnehmen müssen (Kaufquotient: 0,98).

Hinsichtlich der regionalen Ausrichtung hätten Deutschland-Investments in den abgelaufenen drei Monaten eher auf den Verkaufslisten gestanden. In noch größerem Ausmaß hätten sich ebase-Kunden von Investments in den Emerging Markets getrennt. "Stark gesucht waren dagegen Fonds mit japanischen Titeln (Kaufquotient: 1,76), mit US-amerikanischen (Kaufquotient: 1,58) sowie mit europäischen Werten (Kaufquotient: 1,50)", bemerke Rudolf Geyer. Daneben sei auch die Nachfrage nach in der Eurozone und weltweit investierenden Fonds (Kaufquotienten: 1,24 bzw. 1,16) ausgeprägt gewesen.

"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Interesse an Fonds sich nach dem sehr starken Jahresstart und den nachfolgenden Rücksetzern wieder stabilisiert hat. Allerdings bestätigt sich abermals der Einfluss der Marktlage sowie von politischen Entwicklungen auf Fondsauswahl und das allgemeine Interesse an Fonds", erkläre Rudolf Geyer abschließend.

Das ebase Fondsbarometer werde vierteljährlich veröffentlicht und spiegele die Handelsaktivität der Kunden aller Finanzanlageberater und -vermittler wider, die für die Kooperations-/Vertriebspartner der B2B-Direktbank tätig seien. Das ebase Fondsbarometer setze sich aus zwei Elementen zusammen: Der Handelsaktivität und dem Kaufquotienten. Die Handelsaktivität basiere auf dem Handelsvolumen und lasse unmittelbare Rückschlüsse auf den aktuellen Jahrestrend zu. Ein Wert von über 100 weise auf eine überdurchschnittliche Handelsaktivität der Kunden im Vergleich zum mittleren monatlichen Handelsvolumen von 2017 hin; ein Stand unter 100 zeige eine unterdurchschnittliche Handelsaktivität an.

Veränderungen der Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse bei den Unterkategorien Fondstyp und Region würden über den Kaufquotienten ausgedrückt. Dabei würden die monatlichen Mittelzuflüsse des Berichtszeitraums in Relation zu den monatlichen Mittelabflüssen gesetzt. Bei einem Kaufquotienten über eins würden die Mittelzuflüsse überwiegen, bei einem Kaufquotienten unter eins die Mittelabflüsse. Fondsdepots für institutionelle Kunden und die der betrieblichen Altersversorgung würden in der Auswertung nicht berücksichtigt. (06.07.2018/fc/n/s)