Erweiterte Funktionen

Vontobel übernimmt Londoner Investmentboutique komplett - Fondsnews


01.07.21 13:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Züricher Finanzinstitut Vontobel übernimmt die restlichen 40 Prozent der Londoner Investmentboutique Twentyfour Asset Management, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Schweizer hätten im Jahr 2015 eine Beteiligung in Höhe von 60 Prozent erworben. Ursprünglich sollte die Übernahme der restlichen 40 Prozent in zwei Tranche per 2021 und 2023 erfolgen. Die Parteien hätten sich jedoch darauf geeinigt, die Übernahme nun in einem Zug zu vollenden, heiße es in einer Mitteilung.

Die Boutique solle ihre operative Unabhängigkeit behalten und die Kunden weiterhin von London und New York aus sowie über das Netzwerk von Vontobel betreuen. Alle Partner von Twentyfour seien seit dem Einstieg der Schweizer nach wie vor am Tagesgeschäft beteiligt, betone die Bank in der Mitteilung. Seit 2015 sei zudem das von Twentyfour verwaltete Vermögen von 6,4 auf 24,2 Milliarden Schweizer Franken gestiegen (rund 22 Mrd. Euro).

Über den Kaufpreis würden sich beide Seiten ausschweigen. Ein Teil des Kaufpreises werde in Form von Vontobel-Aktien fließen, heiße es lediglich in der Mitteilung. Die Schweizer wollten die Übernahme vollständig aus eigenen Mitteln stemmen und keine Schulden aufnehmen. Twentyfour sei 2008 von mehreren Partnern gegründet worden und beschäftige heute rund 75 Mitarbeiter. Das Team habe sich auf Anleihestrategien spezialisiert.

"Wir waren von Anfang an beeindruckt von der Kompetenz und der unternehmerischen Kultur von Twentyfour, ebenso vom stetigen Wachstum", sage Zeno Staub, Vorstandschef von Vontobel. "Die Übernahme der restlichen 40 Prozent ist somit der nächste logische Schritt im Rahmen unserer Diversifikations- und Wachstumsstrategie." Twentyfour-Chef Mark Holman ergänze: "Ein konkreter Vorteil unserer Partnerschaft zeigt sich darin, dass unsere Anlageexpertise einem weitaus breiteren Publikum zugänglich gemacht wird. Wie sind heute kein Binnenakteur mehr, sondern ein echter Global Player." Dabei habe sich sein Haus jedoch die Unabhängigkeit und den unternehmerischen Geist einer Boutique bewahrt. (News vom 30.06.2021) (01.07.2021/fc/n/s)