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VanEck-Umfrage: Worauf Europas Anleger bei ETF-Investments achten - ETF-News


02.07.21 15:27
VanEck

Frankfurt am Main (www.fondscheck.de) - ETFs (Exchange Traded Funds) sind eine geeignete Anlageform für alle, die ihren Aufwand gering halten wollen, zeigt eine Online-Umfrage des Asset Managers VanEck.

Für diese habe VanEck Ende 2020 über das Umfrageinstitut Nielsen in Deutschland, Italien und dem Vereinigten Königreich jeweils rund 500 Personen ab 20 Jahren befragt, die in Investmentfonds oder ETFs investieren würden.

Anleger in Deutschland würden dabei vor allem auf die Performance (39 Prozent) und die günstige Kostenstruktur (35 Prozent) achten. Bei Anlegern in Großbritannien und Italien ziehe ebenfalls das Performance-Argument (33 bzw. 31 Prozent), die laufenden Kosten seien dort aber weniger ausschlaggebend (12 bzw. 20 Prozent).

Von den Befragten in Deutschland, die sich mit ETFs beschäftigen würden, würden dies 58 Prozent erst seit etwa einem bis fünf Jahren tun. "Hier ist also noch viel Luft nach oben. Womöglich laufen ETFs den Investmentfonds demnächst den Rang ab", sage Martijn Rozemuller, CEO von VanEck Europe.

Gerade, wenn es gelinge, die Anlegerinnen hierzulande zu begeistern: Diese seien unter den ETF-Nutzern noch sehr unterrepräsentiert - erst 19 Prozent würden ETFs nutzen, im Vergleich zu 35 Prozent bei den männlichen Befragten. Männliche Anleger würden ETFs vor allem zum Vermögensaufbau nutzen. "Anlegerinnen investieren dagegen für die Altersvorsorge. ETF-Anbieter, die ihnen vermitteln, welchen Mehrwert ihr Produkt hier bieten kann, können also treue Kundinnen gewinnen", glaube Rozemuller.

Die Umfrageteilnehmer aus Deutschland würden sich zumeist für regional aufgestellte ETFs interessieren, etwa mit den Schwerpunkten Welt, Europa oder Emerging Markets (34 Prozent).

In einer offenen Frage nach den interessantesten Themen für ein künftiges Investment würden die deutschen Befragten vor allem drei Themen nennen: Nachhaltigkeit (10 Prozent), Schwellenländer (10 Prozent), Technologie (9 Prozent). Damit sei man sich mit den Befragten aus Italien sehr einig. Hier gelte: Zuerst Nachhaltigkeit (12 Prozent), Technologie und USA lägen beide auf Platz 2 (je 11 Prozent), dann würden Schwellenländer (10 Prozent) folgen.

Investments im eigenen Land seien für Deutsche und Italiener weniger attraktiv. Nicht so im Vereinigten Königreich. Die Briten hätten das eigene Land zuerst genannt (14 Prozent), dann Technologie auf Rang zwei (12 Prozent) und dann die USA als drittes, Investmentthema (10 Prozent). "Das Gute ist, niemand geht leer aus: Der wachsende ETF-Markt und die breiter werdende Produktpalette professioneller Anbieter kommen Anlegern weltweit immer mehr entgegen", so Rozemuller. (News vom 01.07.2021) (02.07.2021/fc/n/e)