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Studie: Kleinere Fondsanbieter machen's besser - Fondsnews


06.11.18 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Während der durchschnittliche aktive Asset Manager hinter seiner Benchmark zurückbleibt, gelingt es auffallend vielen Fondsboutiquen, ihre Messlatten regelmäßig zu übertreffen, wie eine aktuelle Studie belegt, so die Experten von "FONDS professionell".

Investoren, die darauf aus seien, den Markt durch aktives Management zu schlagen, sollten besser zu Portfolios von Fondsboutiquen statt jenen von Asset-Management-Giganten greifen, zeige eine neue Studie der Affiliated Managers Group (AMG). Vermögensverwalter mit Kundengeldern von weniger als 100 Milliarden US-Dollar - zweifellos eine äußerst großzügige Auslegung des Boutiquen-Begriffs - hätten im Schnitt der letzten 20 Jahre immerhin einen Mehrertrag von 62 Basispunkten per annum im Vergleich zu ihren größeren Herausforderern erwirtschaftet, sage das Paper. Ebenso hätten Boutiquen ihre relevanten Indices um 135 Basispunkte pro Jahr outperformt.

Die Affiliated Managers Group investiere selbst seit Jahren konsequent in kleinere und mittelgroße Asset Manager. Für besagte Studie habe man 1.300 globale Investment Manager und 5.000 institutionelle Aktienstrategien analysiert. Ebenfalls untersucht worden seien elf Produktkategorien, wobei auf den Survivorship-Bias geachtet worden sei, indem auch Strategien miteinbezogen worden seien, die von den betreffenden Asset Managern nicht länger angeboten würden.

Das Resultat spreche für sich: Über zwei Dekaden (konkret vom 31. März 1998 bis zum 31. März 2018) zeige die AMG-Auswertung nicht mehr und nicht weniger, als dass Boutiquen um kumuliert 16 Prozent stärker als mega-große Manager das Vermögen ihrer Klientel gesteigert hätten. Bessere Ergebnisse seien den kleinen Könnern insbesondere bei Schwellenland-Aktien sowie amerikanischen Kleinst- und Nebenwerten gelungen. Und auch die Konsistenz der Boutiquen-Outperformance sei bemerkenswert, habe Hugh Cutler, oberster Vertriebschef von AMG, in einem Interview mit dem Magazin "Institutional Investor" angemerkt. (06.11.2018/fc/n/s)