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Milliarden-Abflüsse lasten auf Ergebnis von Aberdeen Standard Life - Fondsnews


08.08.18 10:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der aus Standard Life und Aberdeen Asset Management fusionierte Fondsriese hat im ersten Halbjahr weiterhin Mittelabflüsse erlitten, so die Experten von "FONDS professionell".

Unter dem Strich hätten Anleger 16,6 Milliarden Britische Pfund (18,5 Milliarden Euro) aus den Fonds des Hauses gezogen. Das verwaltete Vermögen sei von 626,5 Milliarden Pfund per Ende Dezember 2017 auf 610,1 Milliarden Pfund zu Ende Juni gesunken.

Der Anbieter habe betont, das Bruttomittelaufkommen verteile sich über weite Teile der Produktpalette, während die Abflüsse sich "auf wenige Strategien" konzentrieren würden. Aberdeen habe bereits seit geraumer Zeit unter Mittelabflüssen gelitten. Bei Standard Life Investments wiederum habe sich die Performanceschwäche des Flaggschiffs Global Absolute Return Strategies (Gars) bemerkbar gemacht, die bislang nicht überwunden sei. Die Gesellschaft habe eingeräumt, dass die Mittelabflüsse eine "Herausforderung" seien.

Die beiden schottischen Fondsgesellschaften hätten sich im vergangenen Jahr zusammengeschlossen. Anfang des Jahres habe das vereinte Haus zudem angekündigt, das von Standard Life in die Ehe eingebrachte Versicherungsgeschäft an den Finanzdienstleister Phoenix verkaufen zu wollen. Damit wandele sich Standard Life Aberdeen zum reinen Asset Manager - eine lange gehegte Vision der beiden Co-Chefs Martin Gilbert und Keith Skeoch.

Die Mittelabflüsse würden sich auch im Ergebnis der Gesellschaft wiederschlagen. Der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sei um mehr als zwölf Prozent auf 311 Millionen Pfund gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum gesunken. Das sei aber immerhin eine Verbesserung gegenüber der zweiten Jahreshälfte 2017, die das Haus mit einem operativen Gewinn von 305 Millionen Pfund abgeschlossen habe.

Der Reingewinn aus den ersten sechs Monaten 2018 wiederum sei im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 36 Prozent auf 186 Millionen Pfund eingebrochen. Der Fondsanbieter habe zudem angekündigt, ein bereits angekündigtes Aktienrückkaufprogramm früher zu starten. Zudem wolle das Haus eine höhere Dividende ausschütten. Dies habe die Marktteilnehmer jedoch nicht besänftigen können. Die Aktie habe am Mittag gut 2,7 Prozent im Minus notiert. (News vom 07.08.2018) (08.08.2018/fc/n/s)