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LLB übernimmt Semper Constantia Privatbank - Fondsgeschäft soll in Österreich kräftig ausgebaut werden - Fondsnews


06.07.18 13:05
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Liechtensteinische Landesbank AG (LLB) hat die Wiener Semper Constantia Privatbank AG (Semper Constantia) mit Sitz in Wien vollständig übernommen, so die Experten von "FONDS professionell".

Das Fondsgeschäft solle in Österreich kräftig ausgebaut werden, heiße es.

Am 22. Dezember 2017 habe die LLB die Unterzeichnung eines Kaufvertrags zum Erwerb der Semper Constantia angekündigt. Plangemäß sei die Transaktion nun formal abgeschlossen worden, habe die LLB mitgeteilt. Per 4. Juli 2018 habe die LLB 100 Prozent des Aktienkapitals der Semper Constantia Privatbank übernommen.

Im Gegenzug würden die beiden bisherigen Hauptaktionäre der Semper Constantia einen Anteil von rund sechs Prozent an der LLB erhalten, das entspreche rund 1,85 Millionen Euro LLB-Aktien. Die Behörden hätten die nötigen Bewilligungen erteilt, heiße es. Hans Peter Haselsteiner halte 64 Prozent an der Semper Constantia, Erhard Grossnig 15 Prozent. Anteile würden auch CEO Bernhard Ramsauer und Harald Friedrich mit je 8,5 Prozent halten, Ulrich Kallausch besitze vier Prozent (Angaben Jahresbericht 2017).

Die LLB-Gruppe sei seit 2009 mit der Tochtergesellschaft Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG am Standort Wien in der Vermögensverwaltung aktiv. Im Jahr 2017 habe die LLB Österreich einen Jahresüberschuss in Höhe von 3,9 Millionen Euro verkündet. Das Geschäftsvolumen per Ende 2017 habe bei 2,55 Milliarden Euro gelegen.

In einem weiteren Schritt werde Ende September 2018 die Semper Constantia vom Markt verschwinden: Sie werde vorbehaltlich der Genehmigung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht FMA mit der LLB Österreich zur Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG fusioniert. Mit einem Kundenvermögen von über 18 Milliarden Euro entstehe dadurch die größte Vermögensverwaltungsbank Österreich, heiße es. Gabriel Brenna, Leiter Private Banking der LLB-Gruppe, werde Aufsichtsratsvorsitzender der fusionierten Bank. CEO werde der bisherige Semper Constantia-Chef Bernhard Ramsauer.

Die Übernahme der Semper Constantia eröffne der LLB-Gruppe auch den Eintritt in den österreichischen Markt für Fondsdienstleistungen, würden die Liechtensteiner mitteilen. Mit der Übernahme der LB (Swiss) Investment AG in Zürich, die am 3. April 2018 abgeschlossen worden sei, habe die LLB-Gruppe auch den Eintritt in den Schweizer Fondsmarkt vollzogen. Diese firmiere seit dem 3. Mai 2018 unter dem neuen Namen "LLB Swiss Investment AG". Die LLB-Gruppe (Geschäftsvolumen rund 62 Milliarden Euro) kündige an, dass sie ihr Fondsgeschäft nun auch in Österreich "stark" ausbauen wolle. (News vom 05.07.2018) (06.07.2018/fc/n/s)