Immobilienfonds-Manager lassen sich in die Karten schauen - Fondsnews


12.07.21 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Ratingagentur Scope hat 15 offene Immobilienfonds einer eingehenden Analyse unterzogen, so die Experten von "FONDS professionell".

Insgesamt hätten sie im Jahr 2020 Immobilien für 8,3 Milliarden Euro Immobilien eingekauft, ein Jahr zuvor seien es acht Milliarden gewesen.1,8 Milliarden Euro habe allein der offene Immobilienfonds hausInvest von Commerz Real investiert, etwa so viel wie der DWS grundbesitz europa aus dem Deutsche-Bank-Konzern und der UniImmo Europa (ISIN DE0009805515 / WKN 980551) von der Volksbankengruppe zusammen. Die drei Schwergewichte stünden für nahezu die Hälfte des 2020 investierten Volumens.

Büroimmobilien würden nach wie vor die Zukäufe dominieren, ihr Anteil sei jedoch rückläufig. Er sei im vergangenen Jahr von 61 auf 52 Prozent zurückgegangen. Hingegen habe sich der Anteil von Logistikimmobilien am Volumen der Neuerwerbungen von sechs auf 18 Prozent verdreifacht. Eine genau gegenläufige Entwicklung habe der Anteil von Einzelhandelsimmobilien auf den Einkaufslisten genommen. Der habe im Jahr 2020 nur noch sechs Prozent betragen, während er 2018 noch bei 18 Prozent gelegen habe. Die Ankaufspolitik der großen gemischt investierenden Immobilienfonds spiegele die zunehmende Verlagerung vom stationären zum Online-Handel wider.

Das Volumen, das offenen Immobilienfonds zum Ankauf weiterer Objekte zur Verfügung stehe, werde - entgegen der vergangenes Jahr noch vorherrschenden Einschätzung der Anbieter - nicht rückläufig sein. Die meisten würden davon ausgehen, dass ihre Kassen ähnlich gut gefüllt sein würden, 40 Prozent würden sogar eine Erhöhung ihres Ankaufsetats erwarten.

Die Portfoliomanager würden planen, auch in den kommenden Jahren mehr als ein Drittel ihrer Neuerwerbungen in Deutschland vorzunehmen. Interessanterweise komme Großbritannien direkt danach. Zwei von drei Managern würden den Markt sondieren und planen, dort zu investieren. Auf Platz drei der aus ihrer Sicht aktuell interessantesten Zielmärkte: Skandinavien.

Bezogen auf die verschiedenen Nutzungsarten gelte der Wohnimmobilie auch 2021 das größte Interesse (82 Prozent), noch vor der Büroimmobilie (68 Prozent). Das Interesse an Logistikimmobilien habe im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft zugenommen. Hätten vergangenes Jahr nur rund 44 Prozent der Immobilieneinkäufer Logistik auf dem Zettel gehabt, seien es inzwischen 64 Prozent. In etwa demselben Maß hätten die Planungen, in Pflege- und Sozialimmobilien zu investieren, abgenommen. Hotels würden nur noch unter "ferner liefen" fallen. Das Interesse, Einzelhandelsimmobilien zu arrondieren, habe zwar wieder zugenommen, werde jedoch von ebenfalls stärker gewordenen Trennungsvorhaben kompensiert. (12.07.2021/fc/n/s)






hier klicken zur Chartansicht

Aktuelle Kursinformationen mehr >
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
40,98 € 40,71 € 0,27 € +0,66% 23.07./22:02
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0009807016 980701 41,83 € 36,20 €
Werte im Artikel
40,98 plus
+0,66%
37,48 plus
+0,43%
52,17 plus
+0,02%