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Fondsvermögen: Wie die österreichischen KAGen 2021 bisher gemeistert haben - Fondsnews


21.07.21 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsbranche blickt auf ein hervorragendes erstes Semester zurück: Das Fondsvermögen der österreichischen KAGen stieg um mehr als 16 Milliarden Euro, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Redaktion habe sich genau angesehen, welche der zehn größten Player davon am meisten profitiert hätten.

Nach dem turbulenten Coronajahr 2020 könnten die österreichischen KAGen endlich wieder aufatmen. Sie hätten von der wirtschaftlichen Erholung der vergangenen Monate profitiert und im ersten Halbjahr 2021 ihre verwalteten Assets ordentlich gesteigert. Laut der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften, kurz VÖIG, habe sich das Fondsvolumen hierzulande seit Jahresbeginn um 8,53 Prozent auf 208,23 Milliarden Euro erhöht.

Einen besonders großen Anteil an der Steigerung der verwalteten Gelder hätten dabei institutionelle Anleger gehabt: Sie hätten unterm Strich 3,9 Milliarden Euro in österreichische Fonds investiert, auf den Publikumsfondsbereich seien im Vergleich dazu gerade einmal 4,4 Millionen Euro entfallen. Die höchsten Nettomittelzuflüsse hätten laut den Branchenvertretern die vermögensverwaltenden Fonds mit rund 5,4 Milliarden Euro verzeichnet, gefolgt von den Aktienfonds mit rund 2,5 Milliarden Euro.

Wie hätten sich die großen österreichischen Fondsgesellschaften im ersten Halbjahr 2021 entwickelt?

IQAM Invest
Bei der IQAM Invest sei das verwaltete Fondsvolumen gegenüber dem Jahresende 2020 um 7,94 Prozent auf 6,84 Milliarden Euro gestiegen. Die Salzburger seien damit mit einem Marktanteil von 3,29 Prozent weiterhin die zehntgrößte österreichische Fondsgesellschaft.

Masterinvest
Das Volumen der Masterinvest sei um 924 Millionen Euro auf 10,41 Milliarden Euro gewachsen - ein Plus von 9,73 Prozent. Damit lande das Fondshaus mit einem Marktanteil von fünf Prozent wieder auf Platz neun der größten österreichischen Investmentgesellschaften.

LLB Invest
Die LLB Invest habe in den vergangenen sechs Monaten um 4,51 Prozent auf ein Fondsvermögen von 10,63 Milliarden Euro zugelegt. Dennoch sei der Asset Manager im Rennen der größten österreichischen KAGen auf dem siebten Platz abgelöst worden, und zwar von...

Gutmann KAG
... der Gutmann KAG, die im bisherigen Jahresverlauf bei ihrem verwalteten Vermögen ein Plus von 595 Millionen Euro auf 110,71 Milliarden Euro verzeichnet habe. Am Fondsvermögen der KAGen sei das Fondshaus damit mit 5,14 Prozent beteiligt.

3 Banken-Generali
Die 3 Banken Generali zähle hingegen weiterhin zur fünftgrößten KAG Österreichs. Möglich habe das ein Plus des verwalteten Vermögen von zehn Prozent auf 11,63 Milliarden Euro gemacht. Der Marktanteil betrage damit 5,59 Prozent.

Allinaz Invest
In Wien habe die Allianz Invest im ersten Semester 2021 ein Minus des Fondsvermögens von 188 Millionen Euro verzeichnet. Die verwalteten Assets seien damit um 1,58 Prozent auf 11,71 Milliarden Euro gesunken.

Kepler-Fonds
Die Kepler-Fonds KAG habe Mitte 2021 17,66 Milliarden Euro verwaltet. Gegenüber dem Jahresende 2020 sei das ein Plus von 654 Millionen Euro. Das Unternehmen aus Linz bleibe damit das viertgrößte Fondshaus Österreichs.

Amundi Austria
Das Fondsvermögen der Amundi Austria habe 2021 ebenfalls Zuflüsse verzeichnet: Hier seien die Assets binnen sechs Monaten um 1,30 Milliarden Euro gestiegen - ein Plus von 5,58 Prozent. Damit steuere der Österreich-Ableger der französischen Amundi 11,80 Prozent am österreichischen Fondsvermögen bei.

Raiffeisen KAG
Mit einem satten Plus beende die Raiffeisen KAG das erste Halbjahr 2021. Das Fondsvermögen sei um 13,26 Prozent gestiegen, was einem Plus von 4,97 Milliarden Euro entspreche. Damit verwalte die Investmentgesellschaft per Juni 2021 42,47 Milliarden Euro.

Erste AM
Die Erste Asset Management stelle mit einem Volumen von 45,77 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 21,98 Prozent weiterhin den größten Asset Manager hierzulande. Das Plus im Jahr 2021 habe bislang 4,82 Milliarden Euro betragen - oder 11,76 Prozent. (21.07.2021/fc/n/s)