Erweiterte Funktionen

"FONDS professionell"-Fondsbarometer: Comeback der konventionellen Energie - Fondsnews


06.10.21 15:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Steigende Energienachfrage und eine relative Unterbewertung verschaffen klassischen Energie-Fonds kräftige Wertzuwächse, so die Experten von "FONDS professionell".

Fast alle anderen Fondsgruppen seien zuletzt billiger geworden, wie das aktuelle "FONDS professionell" Fondsbarometer zeige.

Die seit 2018 beobachtbare Aufwärtsbewegung bei Fonds, die in alternative Energiegewinnung investieren würden, habe 2020 an Fahrt gewonnen, sei dann aber in den ersten Monaten des laufenden Jahres ins Stocken geraten. Seither würden diese Fonds seitwärts tendieren, parallel dazu laufe seit Ende Oktober 2020 eine Erholung bei Fonds, die auf konventionelle Energieträger spezialisiert seien.

Seit Anfang September würden die Charts "nachhaltiger" und "nicht nachhaltiger" Energie-Fonds sogar konvergieren. Da "New Energy" kein vollwertiger Ersatz für fossile Brennstoffe sei, sei eine solche Entwicklung nicht überraschend. Sobald die Nachfrage nach Energie generell steigt, wie dies in den letzten zwölf Monaten der Fall war, erscheinen die davor tendenziell gemiedenen klassischen Energieerzeuger vergleichsweise günstig, was Käufer anlockt - dieses Auf und Ab wird sich mit einiger Wahrscheinlichkeit noch etliche Jahre lang fortsetzen, so die Experten von "FONDS professionell". Im September habe dies ein 8,37-prozentiges Plus bei Energie-Fonds bewirkt, New-Energy-Fonds seien hingegen um 4,5 Prozent billiger geworden. Betrachte man die letzten zwölf Monate, zeige sich, dass "New Energy" mehr als 33 Prozent habe zulegen können, während "Energie" mehr als 60 Prozent Wertzuwachs erzielt habe.

Aktienfondsbesitzer würden auf ein gutes Jahr zurückblicken, seien in jüngerer Zeit allerdings daran erinnert worden, dass die Volatilität ein treuer Begleiter bleibe. Zwischen September 2019 und September 2021 hätten sie - gemessen am Durchschnittsergebnis aller vom Fondsdatenspezialisten Mountain View beobachten Produkte - 26 Mal einen Monatsgewinn und nur elf Mal Monatsverluste verbucht.

Im September sei es allerdings wieder einmal so weit gewesen: Im Mittel seien Aktienfonds um 2,87 Prozent billiger geworden und hätten den Monat somit erstmals seit Oktober des Vorjahres im Minus beendet. Dabei "erwischte" es fast alle Unterkategorien.

Hohe Gewinne habe man nur mit Branchenfonds erzielt, die in "Energie" investieren würden und die energielastigen Fonds, die in "Russland" investieren würden. Vergleichsweise gut hätten sich noch Japan- und Indienfonds gehalten, die ebenfalls Verluste hätten vermeiden können. Alle anderen Länder-, Regionen- und Branchenfonds hätten auf Monatssicht zwischen 0,2 und 11,56 Prozent verloren, wobei "Brasilien" als einziges Land zweistellige Verluste gesehen habe. Auffallend stark hätten sich zudem die 35 beobachteten Edelmetall-Fonds verbilligt, die nach Mountain-View-Berechnungen im Durchschnitt weitere 9,15 Prozent an Wert eingebüßt hätten. Somit hätten diese Fonds auch im September nicht von den zunehmenden Inflationsängsten profitieren können.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das "FONDS professionell" Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der Mountain-View-Aktienfonds-Indizes gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang November 2021. (06.10.2021/fc/n/s)