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Europas Fondsselektoren setzen wieder stärker auf aktive Manager - Fondsnews


01.08.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Alte Liebe rostet nicht: Professionelle Fondskäufer wenden sich wieder stärker aktiven Managern zu. Das zeigt eine Umfrage des Asset Managers Pinebridge Investments unter Fondsselektoren in Europa, so die Experten von "FONDS professionell".

Knapp 60 Prozent der Befragten auf dem Fund Forum International in Berlin hätten angegeben, in den kommenden fünf Jahren einen größeren Teil ihres Kapitals in aktiv verwaltete Produkte investieren zu wollen. Hauptgrund dafür seien die zunehmende Volatilität an den Märkten sowie makroökonomische Risiken. "Investoren, die fast komplett in passiven Strategien investiert waren, werden wieder aktiver", habe Anik Sen, Aktienchef bei Pinebridge, gesagt.

Professionelle Fondskäufer seien überzeugt, dass die gezielte Titelauswahl eine immer wichtigere Rolle spiele, erkläre Sen. Nur 34 Prozent der Umfrageteilnehmer würden in den kommenden fünf Jahren nicht aktiver investieren wollen als bisher, ein kleiner Teil sei noch unsicher. "Gleichzeitig gehen Investoren auch bei der Wahl des Managers selektiver vor", berichte Sen. Fondsselektoren würden sich demnach auf Manager fokussieren, die ihr Können in unterschiedlichen Marktzyklen unter Beweis gestellt hätten.

Als größte Herausforderung würden Anleger der Umfrage zufolge die zunehmende Regulierung betrachten, gefolgt von der Digitalisierung. Damit würden sich europäische Fondsselektoren von ihren US-amerikanischen Kollegen unterscheiden. US-Präsident Donald Trump habe die Regulierung in den Vereinigten Staaten zuletzt zurückgefahren. Mehr als 90 Prozent der Befragten in Europa hätten zudem erklärt, dass ESG-Kriterien in den kommenden fünf Jahren für Anleger an Bedeutung gewinnen würden. (01.08.2018/fc/n/s)