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Deutscher Staatsfonds sucht 30 Investmentprofis - Fondsnews


02.07.21 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der "Fonds zur Finanzierung der kerntechnischen Entsorgung" (Kenfo) möchte die Zahl seiner Mitarbeiter verdoppeln, so die Experten von "FONDS professionell".

Hintergrund sei der Plan des deutschen Staatsfonds, verstärkt in illiquide Anlagen zu investieren.

Die Kapitalzusagen für alternative Investments lägen inzwischen bei 1,8 Milliarden Euro, nachdem lange Zeit Aktien und Anleihen im Mittelpunkt gestanden hätten. "Ein Augenmerk wird aktuell auf Private Equity und nachhaltige Infrastruktur gerichtet", habe Vorstandschefin Anja Mikus bei der Vorlage der Jahreszahlen gesagt.

Ziel sei, den Anteil illiquider Investments auf 30 Prozent des Fondsvermögens zu steigern. Um sich die nötige Kompetenz für alternative, illiquide Investments an Bord zu holen, sollten in den kommenden Jahren bis zu 30 Mitarbeiter eingestellt werden. Ende 2020 seien inklusive des Vorstands 28 Personen für den Kenfo tätig gewesen.

Aufgabe des vor vier Jahren mit 24,1 Milliarden Euro Startkapital gegründeten Staatsfonds sei es, langfristig genügend Rendite zu erwirtschaften, um die Zwischen- und Endlagerung von radioaktivem Abfall deutscher Kernkraftwerke zu finanzieren. Im Rahmen des Atomausstiegs hätten die Betreiber der Meiler das Startkapital für den Fonds zur Verfügung gestellt, wodurch die finanzielle Verantwortung für die Lagerung auf den Staat übergegangen sei.

Der Fonds habe aktuell eine Aktienquote von 42 Prozent. Rund zehn Prozent seien in risikoarmen Staatsanleihen angelegt, ungefähr 30 Prozent in Unternehmens- und Schwellenländeranleihen. Bislang stecke nur ein kleiner Anteil in nicht-börsennotierten Anlagen wie Private-Equity- und Infrastrukturfonds. Im vergangenen Jahr hätten die frühere Starfondsmanagerin Mikus und ihre Kollegen ein Anlageergebnis von 8,3 Prozent erzielt. (02.07.2021/fc/n/s)