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DWS will Führungscrew künftig anders belohnen - Fondsnews


10.06.21 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaft DWS regelt die Vergütung des Geschäftsführungsteams um Asoka Wöhrmann neu, so die Experten von "FONDS professionell".

Auf der Hauptversammlung der börsennotierten Deutsche-Bank-Tochter hätten die Aktionäre einem Änderungsvorschlag des Aufsichtsrats zugestimmt, die variable Vergütung des Managements an langfristigen sowie nachhaltigen Zielen auszurichten.

Konkret solle der erfolgsabhängige Gehaltsteil zu 60 Prozent an die Erreichung langfristiger Ziele geknüpft werden. Kurzfristige Vorgaben sollten nur noch zu 40 Prozent eine Rolle spielen. Bislang sei das Verhältnis genau umgekehrt gewesen. Zudem bündele das Haus die individuellen Ziele der Mitglieder der Geschäftsführung allein bei den kurzfristigen Zielen. Die langfristigen Vorgaben wiederum würden sich fortan allein an Zielen des gesamten Hauses sowie der Mutter Deutsche Bank bemessen. Die letztgenannte Komponente sei bisher unter den kurzfristigen Vorgaben gelaufen.

Als neues Element trete zudem die Erfüllung von Vorgaben in punkto Nachhaltigkeit. Diese fließe künftig zu mindestens 20 Prozent in die Höhe der variablen Vergütung der Chefetage ein. "Damit leistet es einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Umsetzung einer langfristigen Strategie der DWS sowie zu einer werteorientierten und nachhaltigen Unternehmensführung im Einklang mit Ihren Interessen als Aktionäre", sage DWS-Aufsichtsratschef Karl von Rohr in seiner Eröffnungsrede zu der auch in diesem Jahr virtuell abgehaltenen Aktionärsversammlung.

Damit wolle das Haus die Bedeutung der von DWS-Chef Wöhrmann ausgegebene Nachhaltigkeitsstrategie betonen. Auf seiner ersten Hauptversammlung als Vorsitzender der Geschäftsführung im Jahr 2019 habe Wöhrmann "Nachhaltigkeit zum Kernbestandteil unseres Handelns" ausgerufen. Seither habe der einstige DWS-Chefstratege die Ausrichtung der Produktpalette sowie des Hauses selbst anhand von ESG-Kriterien vorangetrieben.

"Wir sind in einer Schlüsselposition, die Wirtschaft in der grünen Industrialisierung zu begleiten und sie auch zu leiten", erläutere Wöhrmann auf der aktuellen Hauptversammlung. "Daher haben wir uns in der Geschäftsführung auch dazu entschieden, das Thema ESG ab sofort bei mir direkt anzusiedeln, um alle ESG-Maßnahmen der DWS zusammenzuführen.". Daneben habe der DWS-Chef auf die gute Geschäftsentwicklung und die hohen Mittelzuflüsse des Hauses verwiesen. Die Führung schlage den Anteilseignern für 2020 eine Dividende in Höhe von 1,81 je Aktie vor, im Vorjahr seien es 1,67 Euro gewesen. Die Aktionäre hätten der vorgeschlagenen Ausschüttung zugestimmt. (News vom 09.06.2021) (10.06.2021/fc/n/s)